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Bezahlte Produkt-Listing-Anzeigen über Amazon Echo?

Produkt-Listing-Anzeigen - Fluch oder Segen in Amazon Echo?

Amazon schaltet fleißig Werbeanzeigen in seiner Produktsuche. Warum nicht auch über die Sprachsuche Amazon Alexa Echo werben? Doch die Frage ist: Wie?

Google und Bing machen es schon lange: Bezahlte Anzeigen in den Suchergebnissen listen. Und auch Amazon verkauft fleißig Anzeigen in den Ergebnislisten seiner Produktsuchmaschine. Da liegt es eigentlich nahe, dass Amazon auch bei Alexa bzw. Amazon Echo, dem kleinen Lautsprecher, der Sprachbefehle entgegen nimmt und dem Nutzer das Leben erleichtern soll, über Anzeigen und Monetarisierung nachdenkt. Warum auch nicht? Mit dem Anzeigenverkauf in seinem Online-Shop verdient Amazon bereits ganz gut: Die Online-Ausgaben für Klicks auf bezahlte Suchanzeigen stiegen in der Shopping-Saison 2016 um 45 Prozent gegenüber dem Vorjahr (YoY). Das hat die digitale Marketing-Agentur Adlucent ausgerechnet.

Amazon Echo bald mit Werbung und Produkt-Listing-Anzeigen? (Foto: Amazon)

Amazon will bezahltes Suchprodukt starten

Da Amazon mit Amazon Echo und Alexa derzeit ganz weit vorn bei der Sprachsuche mitmischt, ist es wohl nur eine Frage der Zeit, bis der E-Commerce-Gigant Werbemöglichkeiten in der Sprachsuche erlaubt: Amazon will ein bezahltes Suchprodukt starten, deutete Seth Dellaire, Amazon Media Group VP, vergangene Woche auf der AdExchanger’s Industry Preview Konferenz in New York an. Wann ist jedoch noch unklar.

Genügend Marktmacht wäre vorhanden: Das Marktforschungsinstitut Consumer Intelligence Research schätzt, dass Amazon bis November 2016 gut fünf Millionen Echo-Geräte seit der Einführung 2014 verkauft hat. Ende Januar 2017 sollen bereits rund acht Millionen Geräte in den Haushalten stehen.

Bezahlte Produkt-Listing-Anzeigen über Amazon Echo?: Wenig Platz bei Sprach-Listings

Doch bislang weiß noch niemand, wie Produkt-Listing in der Sprachsuche funktionieren könnte. Es ist ein völlig neuer Markt, Erfahrungswerte liegen nicht vor. Das Problem liegt vor allem darin, dass „weniger Fläche“ für die „Sponsored Posts“ vorhanden ist. Am Desktop haben jede Menge Anzeigen vor den eigentlichen Suchergebnissen Platz. Auch auf dem mobilen Bildschirm lassen sich noch drei Anzeigen platzieren. Sprachlich dürfte es auf einen Werbeplatz pro Anfrage hinauslaufen.

Passen Skills und Produkt-Listing-Anzeigen zusammen?

Hinzu kommt, dass Amazon Echo vor allem für Skills genutzt wird: Jeder Aufruf soll eine spezielle Funktion ausführen. Passt da Werbung überhaupt? Denn sie muss kontextbezogen sein und dem Nutzer einen Mehrwert bieten. Tut sie das nicht, wird der Nutzer Amazon Echo sehr schnell in die Ecke stellen und abschalten. Es geht also um die Frage, wie man Werbung und Nutzer-Erlebnis zusammenbringen kann.

Amazon arbeitet zum Beispiel mit Campbell’s Soup zusammen und hat als Branded Skill eine Rezept-Suche und eine Essen-Entdecken-Funktion für Alexa geschaffen. In solchen Beispielen wäre ein Andocken von Werbepartnern aus der Food-Branche gut möglich.

Ideen sind gefragt. Aber um neue Einfälle war Amazon ja noch nie verlegen.

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