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Echo-Datenpanne: Alexa-Sprachaufnahmen landen beim falschen Empfänger

Amazon Echo. (Foto: t3n)

Ein Amazon-Nutzer erhielt 1.700 von Alexa gemachte Sprachaufzeichnungen. Die stammten allerdings von einer völlig anderen Person.

Wie das Computermagazin c't in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, erhielt ein Amazon.de-Kunde im Rahmen einer Selbstauskunft nach der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) rund 1.700 Alexa-Sprachaufzeichnungen. Nur besitzt dieser Kunde gar kein Alexa-fähiges Gerät. Die Aufzeichnungen stammten von einer völlig anderen Person.

Die Redakteure von c't konnten anhand von in den Aufzeichnungen genannten Namen und lokalen Wetterabfragen den eigentlichen Echo-Besitzer identifizieren. Der war zu diesem Zeitpunkt noch nicht von Amazon über das Datenleck informiert worden. Laut Amazon soll menschliches Versagen für den Vorfall verantwortlich gewesen sein. Der betroffene Nutzer wurde erst vier Wochen nach dem Vorfall und erst nach Anfrage des Magazins über die Herausgabe seiner Daten an einen Dritten informiert. Unklar ist, ob Amazon, wie gesetzlich vorgeschrieben, innerhalb von 72 Stunden die Datenschutzbehörde informiert hat.

Alexa und der Datenschutz: Aktueller Fall bestätigt Befürchtungen von Datenschützern

Smartspeaker wurden von Datenschützern immer wieder kritisiert. Amazon erhielt für seine Echo-Boxen im Jahr 2018 beispielsweise den Big Brother Award, einen Negativpreis, der an „die größten Datensünder des Jahres“ vergeben wird. Dass persönliche Sprachaufzeichnungen aus den eigenen vier Wänden bei unbekannten Dritten landen können, bestätigt die von vielen Datenschützern geäußerten Befürchtungen gegenüber Alexa und anderen Sprachassistenzsystemen. Amazon und Hersteller von ähnlichen Systemen hatten immer wieder betont, dass genau so etwas nicht passieren werde. Offensichtlich funktionierte das im aktuellen Fall aber eben nicht.

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Eine Reaktion
Titus von Unhold

Surprise! Surprise! Hätte uns doch nur jemand gewarnt.
Naja, auch dieses Jahr wird auf dem Kongress wieder einiges mehr zerlegt werden.

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