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Amazon soll Alexa zu einem universellen Echtzeit-Übersetzer machen

(Foto: Shutterstock)

Amazons Sprachassistent Alexa soll in Zukunft nicht nur einfache Befehle entgegennehmen können und das Smarthome steuern, sondern als Echtzeit-Übersetzer nicht nur sprachliche, sondern auch kulturelle Hürden überwinden.

Dass Amazon größere Pläne mit seinem Sprachassistenten Alexa hat, ist bekannt. So sollen wir in ferner Zukunft mit Alexa so wie mit dem Bordcomputer der Fernsehserie Stark Trek konversieren können. Wie Yahoo berichtet, arbeitet Amazon außerdem daran, Alexa zu einem Echtzeit-Übersetzungs-Tool zu machen.

Alexa als Echtzeit-Übersetzer mit Kulturverständnis

Wie Yahoo Finance von mehreren mit der Materie vertrauten Quellen erfahren haben will, ist das Alexa-Entwickler-Team dabei, den Sprachassistenten zu einem Echtzeit-Übersetzer zu machen, der ein Verständnis für lokale und kulturelle Gepflogenheiten besitze. So sollen Sprachen differenzierter übersetzt werden können.

Alexa kann bereits einfache Begriffe und kurze Sätze auf Spanisch, Deutsch, Französisch und Italienisch übersetzen. Das genüge dem Unternehmen aber offenbar nicht: Alexa soll in einen multilingualen Assistenten verwandelt werden, der in nahezu jeder Situation helfen könne.

Yahoo führt folgendes Beispiel der Übersetzungsfunktion an: Wenn eine Person aus den USA, die nur Englisch sprechen kann, an einer Hochzeit in Tokio teilnimmt, aber kein Japanisch spricht, könnte Alexa dieser Person helfen, ein Gespräch auf Japanisch zu führen. Alexa könne dabei nicht einfach nur übersetzen, sondern würde der Übersetzung eine passende, der japanischen Kultur angemessene, Tonalität verleihen.

Alexa funktioniert auch auf dem Smartphone. (Foto: t3n.de)

Alexa soll helfen, den richtigen Ton zu treffen

Der Hochzeitsgast könnte Alexa zum Beispiel die Frage stellen: „Alexa, was sage ich dem Brautvater auf einer japanischen Hochzeit?“. Die Antwort würde Yahoo zufolge eine andere Reaktion und Tonalität liefern als die Frage: „Was sage ich dem Zeremonienmeister bei einer Hochzeit in Japan?“. Alexa würde wissen, dass man den Vater der Braut formeller und ehrfurchtsvoller anspricht als den Zeremonienmeister, so Yahoo.

Alexa könnte laut Yahoo auch einem Reisenden helfen, der zum ersten Mal ein Restaurant in Indien betritt. Der Reisende stellt die Frage: „Alexa, ich habe ein Restaurant in Neu Delhi betreten. Mit wem muss ich reden und was sage ich, um einen Tisch zu bekommen?“.

Passend zum Thema: Amazons Alexa-Chef will den Sprachassistenten zum smarten Computer à la Star Trek ausbauen

Google Assistant besitzt schon Echtzeit-Übersetzungs-Funktion

Amazons Alexa wäre nicht der erste Sprachassistent mit einer Echtzeit-Übersetzung. Google hatte im Oktober bei der Vorstellung des Pixel 2 und der In-Ear-Kopfhörer Pixel Buds ein solches Feature bereits angekündigt. Der Sprachbefehl „Hey Google, hilf mir Englisch zu sprechen“, aktiviert die Funktion. Andere Unternehmen wie Bragi oder Waverly Labs mit dem Pilot-Ohrsöpsel haben ähnliche Ansätze eher erfolglos verfolgt.

Neu hingegen wäre der Ansatz, mit dem Assistenten etwa kulturelles Verständnis zu programmieren und potenziellen Fettnäpfchen aus dem Weg zu gehen. Falls Amazon das schaffen sollte, wäre Alexa auf Reisen zweifelsohne ein praktischer Helfer.

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