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Amazon arbeitet an eigenem Quantencomputer für die AWS-Cloud

Amazon will weg von Drittherstellern. (Bild: Yurchanka Siarhei/Shutterstock)

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Amazon sucht Experten für sein „Center for Quantum Computing“. Die Einstellungen legen den Schluss nahe, dass Amazon an einem eigenen Quantencomputer arbeitet.

In den vergangenen Monaten hat Amazon ein „Quantum Hardware Team“ innerhalb seines „Amazon Web Services Center for Quantum Computing“ aufgebaut. Das berichtet Bloomberg.

Hardware-Team entwickelt eigene Quanten-Lösungen

Der ehemalige Nasa-Ingenieur Marc Runyan hat sich als einer der Ersten im Team geoutet und sein neues Jobprofil auf dem Business-Social-Network Linkedin bekannt gemacht. Dort hatte er sich laut Bloomberg als Quanten-Forscher beschrieben, der dabei „helfen soll, einen Quantencomputer für die Amazon Web Services zu entwickeln und zu bauen“. Im August 2020 ist er demnach in Amazons Dienste gewechselt.

Inzwischen lautet die Job-Beschreibung etwas anders. Runyan bezeichnet sich nun als „Mitglied des Quantum Hardware Teams“. Seine Aufgabe sei es, „dabei zu helfen, Technologien im Quanten-Computing zu entwickeln“. Das klingt zwar etwas weniger konkret, aber allein die Existenz eines „Quantum Hardware Teams“ dürfte Amazons Intentionen deutlich machen.

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Dabei ist Quantencomputing in der AWS-Cloud nichts bahnbrechend Neues. Ebenfalls seit August 2020 bietet AWS mit Amazon Braket einen vollständig verwalteten Quantencomputer-Service an. Der Dienst soll Forschern bei der Entwicklung von Quantenalgorithmen helfen. Schon im Jahr 2019 hatte AWS mit Pilotkunden am Angebot gefeilt.

Amazon Braket arbeitet bislang mit Drittherstellern

Dabei kann AWS naheliegenderweise bislang keine eigene Hardware einsetzen, sondern kooperiert mit den Spezialisten von Rigetti, Ionq und Dwave. Alle drei Hersteller setzen auf unterschiedliche Ansätze für ihre Quantencomputer. Während Rigetti supraleitende Qubits verwendet, kommen bei Ionq mikrostrukturierte Ionenfallen zum Einsatz. Die Hardware von Dwave wiederum basiert auf dem Konzept des Quanten-Annealings.

Dabei ist Amazon Braket nicht unbedingt auf unterliegende Hardware angewiesen. Vielmehr geht es eher darum, Forschern die Möglichkeit zu geben, Quantenalgorithmen zu entwickeln und in Simulatoren zu testen. Ähnliche Dienstleistungen haben auch IBM mit der Quantum Experience und Microsoft mit Azure Quantum im Angebot.

Quantencomputer werden gemeinhin als die Zukunft des Computing gesehen. Zuletzt hatte das chinesische System namens Jiuzhang für Furore gesorgt. Es soll zehn Milliarden Mal so schnell sein wie Googles 2019 vorgestellter Quantencomputer. Der war wiederum der erste Vertreter seiner Art, der die sogenannte Quantenüberlegenheit erreicht haben sollte.

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