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Amazon beantragt Genehmigung für Internetsatelliten

(Foto: NASA / Unsplash)

Nachdem Elon Musk mit SpaceX bereits Satelliten in die niedrige Erdumlaufbahn geschossen hat, hat jetzt auch Amazons Jeff Bezos seinen Antrag bei der amerikanischen FCC eingereicht. Damit beantragt er den Launch von 3.236 Breitbandsatelliten, die sich zu den zukünftig fast 12.000 von SpaceX gesellen sollen.

Amazons „Project Kuiper“ genanntes Vorhaben war bereits im April dieses Jahres bekannt geworden und in den jetzt eingereichten Papieren bei der amerikanischen Kommunikationskommission wird klar, was der Einsatzzweck der Satelliten sein wird. Ähnlich wie bei SpaceX Starlink-Netzwerk sieht sich auch Amazon als globaler Internetprovider, der die rund 3,8 Milliarden Menschen auf der Erde ohne Internetanschluss mit schnellem Breitband versorgen möchte.

Auch Facebook will ins All

Damit reiht sich der „größte Supermarkt“ und Cloud-Provider der Welt in eine Reihe mit Facebook, Leosat, der Virgin Group und Oneweb ein. Letztere haben ebenfalls bereits eine Erlaubnis erhalten, 720 Internetsatelliten in den Orbit zu schießen. Sechs davon kreisen bereits um die Erde. Und wie immer, wenn Unternehmen im Wettbewerb stehen, streiten sich die Beteiligten auch bei der nächsten Evolutionsstufe von Satellitentechnologie um ihr Fleckchen All.

Oneweb möchte beispielsweise seine Satelliten mit einer rund 200 Kilometer großen Pufferzone um die Erde kreisen lassen, Amazon reichen dagegen rund 40 Kilometer, wobei die Flugkörper zwischen 590 und 630 Kilometern hoch fliegen sollen. Böse Zungen behaupten, dass Oneweb die Pufferzone künstlich hoch halten will, um der Konkurrenz den Platz streitig zu machen.

FCC als Verkehrspolizist des Erdorbits

Amazon dürfte das dagegen kaum einschüchtern, denn das Unternehmen geht für das Internet der Zukunft „all in“ und hat mit AWS Ground Station bereits jetzt einen Managed Service in den Startlöchern, der es seinen Kunden erlaubt, die Satellitenkommunikation und deren Datenströme zu steuern. Ob es Bezos‘ Raumfahrtunternehmen Blue Origin sein wird, das die Internetsatelliten ins All schießen wird, ist noch nicht bestätigt, aber sehr wahrscheinlich.

In jedem Fall übernimmt die FCC jetzt die Rolle einer Art Verkehrsbehörde, die sicherstellen muss, dass sich die rapide wachsende Zahl der O3b-Satelliten nicht in die Quere kommen werden. Denn ein Zusammenstoß mehrere Flugkörper kann eine Kettenreaktion auslösen und durch im Orbit fliegende Trümmerteile noch mehr Satelliten abschießen. Wer den Film Gravity gesehen hat, kann sich ausmalen, wie das dann in etwa aussehen könnte. Wer das verhindern und seinen Teil beitragen will, kann sich gerne auf der Jobseite für Project Kuiper umsehen, auf der zur Zeit der Erstellung dieser News noch 77 offene Stellen zu finden waren.

via gizmodo.com

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