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Wegen Produktfälschungen: Birkenstock verlässt Amazon endgültig

Birkenstock zieht sich weltweit von Amazon zurück. (Foto: dpa)

Birkenstock verlässt Amazon jetzt auch in Deutschland wegen Produktfälschungen. Damit beliefert Birkenstock weltweit keinen Onlineshop des US-Konzerns mehr.

Der deutsche Traditionshersteller Birkenstock verlässt nach den USA jetzt auch den Heimatmarkt Deutschland und zieht sich damit vollständig von Amazon zurück. Wie Birkenstock mitteilt, sei das Vertrauensverhältnis zu Amazon gestört. Der Hersteller wirft Amazon vor, nicht genug zu unternehmen, um Rechtsverstöße auf dem Marktplatz zu verhindern. Birkenstock erhebt damit den gleichen Vorwurf wie Daimler in einer kürzlich bekannt gewordenen Klage gegen Amazon.

Birkenstock beklagt Produktfälschungen

Auf dem Marktplatz von Amazon sollen wiederholt Produktfälschungen angeboten worden sein, die Markenrechte von Birkenstock verletzt hätten. Das Unternehmen erklärt, dass es von Amazon als Betreiber des Marktplatzes erwarten würde, dass dieser „nach der erstmaligen Mitteilung über einen derartigen Rechtsverstoß alles in seiner Macht Stehende tut, um diesen und gleichartige Verstöße aus eigenem Antrieb zu verhindern.“ Amazon hätte jedoch bis heute keine verbindliche Erklärung abgegeben, dass zukünftig keine Nachahmungen mehr auf dem Marktplatz verkauft werden. Birkenstock wirft Amazon vor, dass es stattdessen zu „weiteren, anders gearteten Rechtsverstößen“ auf dem Marktplatz gekommen sei – die der Hersteller nicht weiter ausführt.

In der Regel handelt es sich bei den von Birkenstock angedeuteten Rechtsverstößen um Verkäufe von Produktfälschungen und Nachahmungen, die Drittanbietern auf dem Amazon-Marktplatz angeboten werden.

Mit einer vergleichbaren Meldung hat sich Birkenstock 2016 schon aus dem US-Markt zurückgezogen.

Birkenstock erwartet Präventivmaßnahmen

Sowohl aus der damaligen als auch aus der aktuellen Ankündigung von Birkenstock ist zu entnehmen, dass Birkenstock von Amazon erwartet, Rechtsverstöße selbstständig ohne Aufforderung des Herstellers zu beseitigen und zukünftige Rechtsverstöße automatisch zu verhindern.

Amazon beseitigt bisher Rechtsverstöße erst, sobald ein Rechteinhaber diese über ein entsprechendes Formular meldet. Proaktive und automatische Mechanismen setzt der Händler bisher nur unter bestimmten Voraussetzungen bei ausgewählten Lieferanten ein – meist, wenn der Lieferant sein ganzes Sortiment an Amazon liefert.

Die aktuell anstehende Klage von Daimler gegen Amazon könnte zur Freude der Markeninhaber dazu führen, dass der US-Konzern seine Vorgehensweise bei der Meldung von Rechtsverstößen überarbeiten muss.

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