News

Amazon bringt Enterprise-Suchmaschine Kendra an den Start

AWS-Logo. (Foto: Sundry Photography/Shutterstock)

Amazon hat seine KI-gestützte Enterprise-Suchmaschine Kendra gestartet. Damit soll die interne Suche in Unternehmen – angepasst auf bestimmte Branchen – verbessert werden.

Ende 2019 hatte Amazon seine Cloud- und KI-gestützte Suchmaschine Kendra für den Unternehmenseinsatz angekündigt – jetzt ist sie da. Ziel ist es, Mitarbeitern in großen Firmen bei der Suche nach internen Dokumenten und Informationen ein Google-ähnliches Erlebnis zu bieten. Dazu setzt Amazon auch auf Machine Learning, wie Techcrunch berichtet.

Nix mehr verpassen: Die t3n Newsletter zu deinen Lieblingsthemen! Jetzt anmelden

Kendra: Suchanfragen in natürlicher Sprache

Mit Kendra soll es Nutzern möglich sein, ihre Anfrage in natürlicher Sprache anstatt als Aneinanderreihung von Keywords stellen zu können – etwa: „Wo befindet sich der nächste IT-Helpdesk?“. Kendra stellt die gewünschte Antwort dann als Textabschnitt, als Dokument oder in Form von häufig gestellten Fragen (FAQ) zusammen – und präsentiert sie ähnlich wie die hervorgehobenen Snippets von Google. Präzisere Suchanfragen sollen dabei zu genaueren Ergebnissen führen.

Unternehmen haben mit Kendra die Möglichkeit, Inhalte wie Dateien, gescannte Dokumente, Intranetseiten und Ähnliches zusammenzuführen und der Suchmaschine als gesammelte Datenquelle zur Verfügung zu stellen. Die Machine-Learning-Algorithmen sollen die Qualität der Antworten mit der Zeit verbessern. Zudem können IT-Admins die Gewichtung bestimmter Datenquellen oder der Dokumentaktualität manuell anpassen.

Entwickler können Kendra 30 Tage lang kostenlos testen – allerdings mit Beschränkungen. So können maximal 40.000 Abfragen pro Tag verarbeitet werden. Funktionen für inkrementelles Lernen, automatische Vervollständigung von Abfragen, benutzerdefinierte Synonyme und Analyse sind in der Vorschauversion nicht enthalten. Die sogenannte Enterprise-Edition kostet in Europa mindestens 5.040 US-Dollar. Wer etwa eine Vielzahl gescannter Dokumente hinzufügen und synchronisieren lassen will, zahlt entsprechend der Anzahl und Synchronisierungsdauer mehr.

Sprache branchenspezifisch voreingestellt

Amazon hat Kendra so eingestellt, dass die Suchmaschine von Beginn an für den Einsatz in bestimmten Branchen fit ist. Dazu gehören etwa die IT-, Healthcare- und Versicherungsbranche, aber auch der Energie-, Medien- oder Reisebereich. Die Enterprise-Suchmaschine ist dann auf die jeweiligen dort verwendeten Begriffe spezialisiert.

Mehr zum Thema:

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Ein Kommentar
Phil Free
Phil Free

Da stellt sich die Frage, wie Unternehmen AMAZON vertrauen sollen. Ich möchte keine Datenschleuder in meinem Unternehmen. In unserem Intranet läuft Startpage.com. Ich werde mal ne Anfrage stellen, ob die auch sowas hinbekommen. Die sind sicher. Auch von stiftung Warentest zur besten SM erklärt. AMAZON sollte erst mal steuerlich zur Kasse gebeten werden.

Antworten

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!

Hey du! Schön, dass du hier bist. 😊

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team bestehend aus 65 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Danke für deine Unterstützung.

Digitales High Five,
Stephan Dörner (Chefredakteur t3n.de) & das gesamte t3n-Team

Anleitung zur Deaktivierung