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Amazon Flex: Paketboten sollen Häuser unerlaubt betreten haben

Lieferung mit Amazon Key. (Bild: Amazon)

In den USA und Großbritannien mehren sich Berichte, dass Paketboten des Zustelldienstes Amazon Flex Wohnungen unerlaubt betreten haben sollen. Amazon kündigt Aufklärung an.

Alles nur ein Versehen? Oder hat sich Amazon mit seinem Uber-ähnlichen Lieferdienst Flex, der im November auch in Berlin gestartet ist, verhoben? Michael Lentini, ein Bürger der Stadt Sarasota im US-Bundesstaat Florida, beteuert gegenüber der US-Newsseite Mashable, er habe einen Paketlieferanten von Amazon Flex unerlaubt in seinem Haus überrascht. Dieser sei im ersten Stock herumgelaufen und habe anschließend den Lift ins Schlafzimmer genommen. Das Unheimliche: Das Ganze soll sich am nächsten Tag mit einem anderen Paketboten wiederholt haben.

Amazon erklärte gegenüber Wfla.com, dass die Paketlieferanten fälschlicherweise davon ausgegangen seien, dass es sich bei dem Haus um ein Mehrfamilienhaus gehandelt habe – nicht ganz von der Hand zu weisen angesichts des mehrstöckigen Hauses. Lentini allerdings widersprach, es sei klar ersichtlich, dass es sich um ein Einfamilienhaus handele. Der Mann aus Florida hat aber auch angegeben, dass sich in seiner Nachbarschaft Amazon-Lieferanten schon mehrfach unerlaubt Zutritt zu Häusern verschafft hätten. In der Gegend sind die Türen normalerweise unverschlossen.

Amazon Flex: Berichte über Lieferanten, die unerlaubt Häuser betreten

Es gibt übrigens tatsächlich mehrere Berichte über Lieferanten von Amazons Flex-Dienst, die unerlaubt Häuser und Wohnungen betreten haben sollen. So soll ein Paketbote ins Haus von Brendan McDowell eingebrochen sein, indem er ohne Erlaubnis einen Zutrittscode eingegeben und den Alarm ausgeschaltet habe. McDowell hat eigenen Angaben zufolge nicht den Dienst Amazon Key beauftragt, bei dem das die normale Vorgehensweise wäre. Amazon Flex setzt ähnlich wie Uber auf private Auslieferer mit ihren Privatautos.

Amazon Flex: Eigentlich sollen die Lieferanten Pakete an den Kunden oder vors Haus liefern. (Bild: Amazon)

In Schottland soll ein Amazon-Lieferant ein Päckchen auf dem Sofa einer Kundin abgestellt haben, die schwört, dass alle Türen abgeschlossen gewesen seien. Zudem soll laut Mashable ein Lieferant im November einem US-Ehepaar zwar ein Amazon-Paket auf die Veranda geliefert, das dort schon befindliche UPS-Päckchen aber gestohlen haben. Die Tat wurde von der Sicherheitskamera aufgezeichnet.

Der Betroffene Lentini macht jedenfalls Amazon den Vorwurf, dass es seine Paketlieferanten nicht ausreichend schule. Einem Schulungsvideo zufolge sollen die Lieferanten die Pakete an einem Ort ablegen, der nicht von der Straße einsehbar ist und sicher vor Regen und Wind sein soll. Ein explizites Verbot, das Haus zu betreten, gab es laut Mashable nicht. Amazon hat angekündigt, den Lentini-Fall aufzuarbeiten und mögliche Fehltritte mit den Lieferanten zu klären. Lentini ist übrigens jetzt zu den konkurrierenden Lieferdiensten UPS und Fedex gewechselt.

So sieht das neue Amazon-Hauptquartier von innen aus
Futuristisches neues Amazon-Hauptquartier The Spheres offiziell eröffnet. (Bild: Amazon)

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