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Konkurrenz für Amazon Fresh: Online-Supermarkt Picnic startet in Deutschland

Picnic-App. (Bild: Apple/Picnic)

Der niederländische Online-Supermarkt Picnic will nach sechsmonatiger Testphase in Deutschland starten und Amazon Fresh Konkurrenz machen. Die Gratis-Lieferung erfolgt im E-Van.

Vor knapp einem Jahr ist Amazon Fresh in Deutschland an den Start gegangen. Bisher liefert der US-E-Commerce-Riese frische Lebensmittel aber nur in einer Handvoll Großstädten aus. Konkurrent Rewe bietet seinen Lieferdienst immerhin in 75 deutschen Städten an, Bringmeister (Edeka) in Berlin und München. Viel Potenzial also für den Online-Lebensmittelhandel. Das will jetzt der niederländische Online-Supermarkt Picnic nutzen.

Nach einer sechsmonatigen Testphase in Kaarst plant das Unternehmen für Mitte April den Marktstart in Deutschland – zunächst in einigen Städten in Nordrhein-Westfalen. Weitere Städte sollen bald folgen, wie heise.de berichtet. Bestellt werden die frischen Lebensmittel über eine App. Wer dies bis 22 Uhr tut, bekommt die Ware am nächsten Tag geliefert. Das Zeitfenster dafür soll nur 20 Minuten betragen, statt bis zu zwei Stunden wie bei der Konkurrenz. Nutzer können die Lieferung über ein Live-Radar auch in Echtzeit verfolgen.

„Moderne Milchmänner“: Wie Picnic in Deutschland Amazon Fresh herausfordert

Die Lieferung ist übrigens kostenlos, allerdings gibt es einen Mindestbestellwert von 25 Euro. Geliefert wird in eigens für das Unternehmen entwickelten Elektrovans. Die Lieferanten heißen „Runner“ und verstehen sich als „moderne Milchmänner“. Picnic verspricht, dass es immer „zum günstigsten Preis“ liefert. Dazu werden jeden Morgen die Preise der Supermärkte gecheckt – Sonderaktionen werden allerdings nicht mitgenommen.

Picnic: Online-Supermarkt aus den Niederlanden will Amazon Fresh und Co. in Deutschland Konkurrenz machen. (Screenshot: picnic.de/t3n.de)

In den Niederlanden, wo Picnic 2015 gegründet wurde, kann das Unternehmen schon auf 100.000 Kunden in 37 Städten verweisen. Im laufenden Jahr will Picnic einen Umsatz von 300 Millionen Umsatz machen, wie Michiel Muller, einer der vier Picnic-Gründer, im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS) sagte.

Wie das Angebot in Deutschland angenommen wird, bleibt allerdings abzuwarten. Der Anteil des Online-Handels am Lebensmittelmarkt beträgt hierzulande nur ein Prozent – in den Niederlanden sind es schon fünf Prozent, nicht zuletzt dank des Erfolgs von Picnic. Innerhalb der kommenden Jahre rechnen Branchenexperten für Deutschland mit einem Anstieg auf bis zu zehn Prozent.

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