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Amazon: Wer zu große Kartons verwendet, wird bestraft

Wenn Onlinehändler zukünftig Pakete in Größen verschicken, die für die Größe des Produktes überproportional erscheinen, müssen sie ab sofort mit einer Strafe durch Amazon rechnen.

Man hat eine ganz normale Handyhülle bei Amazon bestellt und es kommt ein Paket in der Größe eines Staubsaugers an und man wundert sich, was man da bestellt hat. Nachdem man sich dann durch drei Schichten Verpackungsmaterial gewühlt hat, erscheint die bestellte Handyhülle, natürlich auch noch einmal extra in einer kleinen Schachtel verpackt. So oder so ähnlich ist das bestimmt jedem schon einmal passiert und es drängt sich die Frage auf, ob so ein großer Karton wirklich notwendig war.

Amazon ist sich des Problems und der Auswirkungen auf die Umwelt durchaus bewusst. Deshalb leitet der Online-Shopping-Riese jetzt Schritte ein, um Anbieter dazu zu bewegen, ihre Produkte so zu verpacken, dass weniger Abfall entsteht.

Belohnung für recycelbare Pakete

Wie CNN berichtet, gehört dazu sogar eine kleine Finanzspritze. Amazon bezahlt jedem Einzelhändler, der ein recycelbares Paket verschickt, für das keine sogenannte „Overbox“ erforderlich ist, eine Prämie von einem US-Dollar.

Da diese Vorgehensweise aber scheinbar noch nicht überall funktioniert, greift Amazon zu drastischeren Maßnahmen in Form von Geldstrafen. Bei jedem Paket, das die Anforderungen nicht erfüllt, wird eine Strafgebühr in Höhe von 1,99 Dollar für den Händler fällig.

Dass das Verpackungsproblem für Amazon ein wichtiges Anliegen ist, zeigt die Schaffung eines Customer-Packaging-Experience-Teams. Aktuell kümmern sich 85 Mitarbeiter darum, Verbesserungen beim Versand von Artikeln vorzunehmen. Dazu wurde in Amazons Versandhallen ein Verpackungs-Feedback-Button eingeführt, mit dem Mitarbeiter auf ein Produkt aufmerksam machen können, von dem sie glauben, dass es möglicherweise ohne zusätzliche Verpackung versendet werden kann.

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Ein Kommentar
heinz inge
heinz inge

Yeah, Amazon, Google und Co biegen sich die Welt hin wie sie sie haben wollen. Und alle ordnen sich notgedrungen unter.

Aber vielleicht sollte Amazon erstmal bei sich anfangen, viel zu oft sind die Pakete zur Hälfte mit Luft gefüllt.

Wobei natürlich noch besser wäre nur noch neutrale Kartons zu verschicken damit man sie einfach weiter benutzen kann(Händler) und sie nicht entsorgen muss.

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