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E-Commerce

Amazon startet E-Book-Flatrate: 10 Dollar pro Monat für „Kindle Unlimited“

Amazon Kindle Unlimited. (Screenshot: Amazon / Google Cache)

Amazon testet eine Flatrate für E-Books und Hörbücher, die 9,99 US-Dollar pro Monat kosten soll. Der Service soll über 600.000 digitale Bücher umfassen.

Kindle Unlimited: Die E-Book-Flatrate aus dem Hause Amazon

Update vom 19. Juli 2014: Jetzt ist es offiziell. Wie Curved berichtet, ist die E-Book-Flatrate „Kindle Unlimited“ gestern gestartet worden. Für 9,99 US-Dollar können Kunden aus mehr als 600.000 Buchtiteln wählen, zudem bekommen Nutzer ein dreimonatiges Probe-Abo für den Hörbuch-Dienst Audible. Derzeit ist der Dienst nur in den USA verfügbar, wann er auch auf andere Länder ausgeweitet wird, ist noch offen.

Mit der sogenannten Kindle-Leihbücherei können Amazon-Prime-Abonnenten sich schon jetzt einmal pro Monat ein E-Book ohne zusätzliche Kosten runterladen und lesen. Allem Anschein nach will der Shopping-Riese jetzt noch einen Schritt weitergehen und plant zumindest für den US-Markt die Einführung einer Flatrate für E-Books und Hörbücher. Nachdem eine entsprechende Testseite von Nutzern eines Kindle-Forums entdeckt und geteilt worden ist, hat Amazon die Seite am gestrigen Mittwoch (16. Juli 2014) aus dem Netz genommen.

Allerdings ist die Seite über das Oyster oder Scribd.

Kindle Unlimited: Amazon plant Flatrate für E-Books. (Screenshot: Amazon / Google Cache)
Kindle Unlimited: Amazon plant Flatrate für E-Books. (Screenshot: Amazon / Google Cache)

Kindle Unlimited: Wie werden Verleger und Autoren bezahlt?

Die Vergütung für einzelne Bücher scheint individuell mit den beteiligten Verlagen ausgehandelt worden zu sein. Laut Informationen des Branchendienstes Publishers Lunch soll Amazon an einige Verlage den Großhandelspreis für ein E-Book bezahlen, sobald der Leser einen bestimmten Prozentsatz des Buches gelesen hat. Vor allem für bekannte Bestseller sollen jedoch andere Konditionen ausgehandelt worden sein. Das betrifft beispielsweise die Harry-Potter-Reihe, aber auch die Hunger-Games-Bücher. Für Letztere soll der Verlag schon dann sein Geld bekommen, wenn ein Leser das E-Book auch nur öffnet.

Autoren, die ihre Bücher im Selbstverlag über Amazons KDP-Select veröffentlichen, scheinen kein Mitspracherecht darüber zu bekommen, ob ihre Bücher in Kindle-Unlimited aufgenommen werden oder nicht. Laut einem Beitrag im Kindle-Forum behält sich Amazon das Recht vor, diese Entscheidung selbst zu treffen. Diese Autoren werden bezahlt, sobald ein Leser mehr als zehn Prozent des E-Books gelesen hat.

Amazons Kindle Unlimited wird keine Bücher der „Big Five“ führen

Nach Angaben der Tech-Seite GigaOM fehlen im Katalog von Kindle Unlimited vor allem Bücher der fünf größten Verlage in den USA. Die Unternehmen Hachette, Georg von Holtzbrinck Publishing Group/Macmillan, Penguin Random House, HarperCollins sowie Simon & Schuster werden dort gemeinhin als die „Big Five“ bezeichnet. Einige von ihnen bieten einen Teil ihres Katalogs auch über Konkurrenzplattformen wie Oyster und Scribd an. Eine generelle Abneigung gegen E-Book-Flatrates scheinen die Unternehmen also nicht zu haben.

Medienberichten zufolge hatte Amazon im Februar 2014 damit begonnen, keine Vorbestellungen von Titeln des Großverlags Hachette mehr anzunehmen und die Lieferzeiten für vorrätige Bücher des Verlages zu erhöhen, während andere gar nicht mehr geführt wurden. Nach Meinung von Branchenexperten soll es sich dabei um ein Druckmittel für laufende Verhandlungen über die Preisgestaltung von E-Books handeln. Ob auch Kindle-Unlimited bei den Verhandlungen ein Thema war, ist derzeit nicht bekannt.

via www.buchreport.de

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