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Projekt JEDI: Amazon und Microsoft im Streit um den Bau der „Kriegs-Cloud“

(Foto: Shutterstock)

Die USA liegt weltweit deutlich auf Platz eins bei den Rüstungsausgaben. Das zeigt Uncle Sam gerade wieder, indem er IT-Unternehmen um den Etat für eine „Kriegs-Cloud” antreten lässt. Die strategische Planung und KI-gestützten Offensiven sollen in Zukunft von Cloud-Servern übernommen werden.

Im August wird das Pentagon darüber entscheiden, welcher der beiden verbleibenden Kandidaten das Rennen um den mehr als 10 Milliarden US-Dollar großen Etat gewinnen und die Cloud-Infrastruktur für die US-Streitkräfte entwickeln wird. Nachdem IBM und Oracle bereits ausgeschieden sind, streiten sich jetzt zwei der weltweit größten Anbieter um die Kriegs-Cloud: Amazon und Microsoft.

Amazon gegen Microsoft – und Seitenhiebe von Oracle

Beide Unternehmen befinden sich im Auswahlprozess des Pentagons, um eine möglichst sichere Alternative zu der in die Jahre gekommenen IT-Infrastruktur der US-Armee aufzubauen. Während Amazon vor rund einem Jahr noch als klarer Favorit galt, hat Microsoft auf Anraten der US-Regierung seine Services weiter verbessert, um zum weltgrößten Cloud-Anbieter aufzuschließen. Der hat wiederum den Vorteil, bereits einen Vertrag für die Entwicklung einer Cloud für den Geheimdienst CIA erhalten zu haben. Und genau das ist Oracle jetzt sauer aufgestoßen, denn so ganz sieht sich das Unternehmen von Larry Ellison noch nicht aus dem Rennen ausgeschieden.

Oracle hat sich nämlich einfach gerichtlich nochmal ins Spiel gebracht und wirft dem Pentagon salopp gesagt Vetternwirtschaft zwischen staatlichen Entscheidern und Amazon vor, was besonders bei öffentlichen Ausschreibungen ein absolutes No-Go ist. Sollte Oracles Klage vor Gericht Erfolg haben, kann es sogar sein, dass das gesamte Projekt gekippt wird, das ehemals unter dem Namen Joint Enterprise Department Infrastructure Plan oder kurz „JEDI” lief. Star Wars-Fans dürften hierbei die Ironie bei der Namensgebung erkennen.

Google will keine Kriegs-Cloud

Google hat sich übrigens bereits im Oktober 2018 freiwillig dazu entschlossen, nicht um den Etat für die Kriegs-Cloud mitzubieten, nachdem das Unternehmen bereits im selben Jahr seinen Vertrag mit dem Verteidigungsministerium nicht weiter verlängert hatte. Nach Aussagen von Google ginge die Arbeit mit dem Militär nicht einher mit den Werten des Unternehmens und dem bekannten Credo „Don’t be evil“.

via www.theguardian.com

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