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Möbel online kaufen: Amazon nimmt den Möbelmarkt ins Visier

Die nächste Revolution steht bevor: Amazon baut in den USA vier Logistikzntren speziell für Großartikel.
(Bildquelle: Zapp2Photo / Shutterstock)

Den Inhalt der Bücherschränke verkauft Amazon schon lange, jetzt will das Unternehmen auch die Bücherschränke (und andere Möbel) an den Kunden bringen – vorerst allerdings nur in den USA.

Der Markt mit Möbeln zählt nicht nur in Deutschland zu den am härtesten umkämpften. Eine ausgefeilte Logistik spielt hier aufgrund der Größe der verkauften Waren eine noch wichtigere Rolle als bei anderen Warengruppen. Amazon hat nun angekündigt, in den USA auch in diesem Wachstumsmarkt präsent sein zu wollen.

Möbel im E-Commerce: 15 % Wachstum pro Jahr

Der aktuelle Umsatz im Furniture-Umfeld in den USA wird alleine im E-Commerce auf 36 Mrd. US-Dollar geschätzt, bis 2020 rechnen die Analysten von Emarketer mit einem Umsatz von 56 Mrd. US-Dollar. Amazon selbst hat hier gute Chancen, etwas im Markt zu bewegen – durch seine Stärken, die in der effizienten Lagerhaltung sowie im schnellen und kostengünstigen Versand liegen. Doch ob Amazon die im Möbelbereich üblichen Erwartungen der Kunden, insbesondere im Bereich Dienstleistungen und Aufbau einhalten kann, wird sich erst noch zeigen müssen.

„Kunden setzen vermehrt auf Amazon in Bezug auf ihre Möbel und Einrichtungsgegenstände und wir wollen auch hier das bestmögliche Einkaufserlebnis bieten“ erklärt Amazons General Manager Furniture Veenu Taneja. Amazon will zu diesem Zweck mindestens vier große Logistikzentren in den USA einrichten, die ausschließlich für Großwaren vorgesehen sind und sämtliche Ballungsräume abdecken sollen.

Ob und wann Amazon den Einrichtungsmarkt auch in Deutschland im Visier hat, ist unklar. Fragt man E-Commerce-Experten, ist Deutschland noch ein kaum beackerter Markt und bietet gerade aufgrund der schwierigen Logistik noch viel Entwicklungspotenzial. Aber es dürfte gerade deswegen nur eine Frage der Zeit sein, bis Amazon das Geschäft auch hierzulande für sich stärker ins Visier nimmt. Hier spielt vor allem der zu Rocket Internet gehörende Möbelversand Home24 eine Rolle sowie diverse Ableger von Retail-Möbelhäusern wie daheim.de (Segmüller-Gruppe) und Ikea.

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