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Pillen von Amazon: Handelsriese kauft US-Versandapotheke Pillpack

Amazon-Firmenzentrale in Seattle. (Foto: t3n)

Nimmt Amazon als nächstes den amerikanischen Apothekenmarkt ins Visier? An der Börse wird der Kauf einer Versandapotheke durch den weltgrößten Onlinehändler als klares Signal dafür gesehen. Aktien von US-Drogerieketten, die auch Medikamente verkaufen, sacken ab.

Amazon steigt mit der Übernahme der amerikanischen Online-Apotheke Pillpack in den Medikamentenhandel ein. Pillpack spezialisiert sich auf die Betreuung von Patienten, die Arzneimittel auf Rezept bekommen: Die Firma stellt die Medikamente zusammen, organisiert den Versand und sorgt auch für Nachschub bei chronischen Erkrankungen. Amazon nannte am Donnerstag keinen Kaufpreis.

Auch Walmart wollte Pillpack kaufen

Der weltgrößte Onlinehändler war wohl nicht der einzige Interessent: Im April hatte der Fernsehsender CNBC berichtet, Pillpack stehe vor der Übernahme durch den Supermarkt-Riesen Walmart. Der Preis liege unterhalb der Marke von einer Milliarde Dollar, hieß es damals unter Berufung auf informierte Personen. Walmart baut gerade massiv sein Online-Geschäft aus, um Amazon Paroli zu bieten.

An der Börse wurde der Zukauf als Beginn einer Attacke von Amazon auf den Apotheken-Markt in den USA aufgenommen. Die Aktien der großen Drogerieketten, die auch als Apotheken agieren, brachen ein. Die Papiere von Walgreens und CVS verloren zum Handelsstart am Donnerstag gut neun Prozent, der Kurs von Rite Aid sackte sogar um rund 13 Prozent ab. dpa

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