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Neue Runde im Preiskampf: Amazon subventioniert jetzt Händlerpreise

Amazon schraubt an den Händlerservices. (Foto: Julie Clopper / Shutterstock.com)

Dass Amazon mit harten Bandagen kämpft, um günstigster Anbieter zu sein, ist bekannt. Jetzt zahlt das Unternehmen in den USA Marketplace-Händlern in bestimmten Fällen einen Teil des Warenpreises.

Bis zu neun Prozent reduzierte Preise bietet Amazon unter dem Stichwort „Discount provided by Amazon“ auf Waren von Drittanbietern. Allerdings werden offenbar nur in Einzelfällen die Preise reduziert, wie das Wall Street Journal jetzt berichtet. Immerhin werde der Rabatt meist nur für kurze Zeit gewährt. Was hierfür genau die Kriterien sind, darüber schweigt Amazon sich wie üblich aus. Interessant wäre natürlich auch, ob Amazon hier auch auf Preisfehler oder kurzfristige Sonderangebote eingeht oder eher langfristig denkt.

Amazon zahlt: Händler erfährt im Vorfeld nichts

Der Händler erfährt davon offenbar nichts im Vorfeld und erhält seinen vollen Kaufpreis. Amazon erstattet hier also die Differenz. Dieser Workflow findet aber wohl nur bei Waren statt, bei denen Amazon das Fulfillment selbst übernimmt. Ob und wann Amazon diese Praxis auch auf den deutschen Marktplatz ausweitet, ist unklar. Interessant werden dürfte diese Praxis auch im Zusammenhang mit dem Ende November anstehenden Black Friday und der Cyber-Monday-Woche. Vielleicht wird hier anhand entsprechender Sonderfälle deutlich, wie Amazons Preispolitik in diesem Zusammenhang funktioniert.

Für Händler kann das ein Problem sein, beispielsweise wenn es sich um Waren handelt, die sie im eigenen Webshop günstiger anbieten und eine entsprechende Garantie darauf abgeben. Auch wenn es sich um Waren handelt, die seitens des Lieferanten einer Preisbindung unterliegen, könnte es zumindest Nachfragen des jeweiligen Herstellers oder Lieferanten geben. Andererseits kann eine solche Subventionierung aber auch dafür sorgen, dass ein Händler dem Kunden als besonders günstig in Erinnerung bleibt. Denn der Kaufinteressent macht naturgemäß keinen Unterschied in der Wahrnehmung. Ob Amazon hier bestimmte (umsatzstarke oder gut bewertete) Händler bevorzugt, lässt sich nicht zweifelsfrei ausmachen.

Amazon subventionierte bisher eher auf Lieferantenseite

Bislang hat Amazon eher selbst entsprechende Artikel günstiger verkauft und so gesehen auch subventioniert, allerdings eher über die Lieferantenseite. 2013 hatte das Unternehmen darüber hinaus in Deutschland versucht, Marketplace-Händler vertraglich dazu zu verpflichten, ihre Produkte in keinem anderen Portal oder im eigenen Webshop günstiger als im Amazon-Marketplace anzubieten. Das hatte das Bundeskartellamt aber unterbunden.

Der Haken dabei: Auch wenn Amazon hier nun keine vertragliche Handhabe mehr hat, könnte das Unternehmen aufgrund des Hausrechts Händler aus dem Marketplace ausschließen. Zumindest bei größeren Händlern mit hohen Umsätzen wird Amazon das aber aus Vernunftgründen wohl nicht tun.

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