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Amazon schützt seine Mitarbeiter mit Tech-Westen vor Robotern

Amazon-Mitarbeiterin mit Schutzweste bei Roboter. (Bild: Amazon, via Techcrunch)

Mit speziellen Tech-Westen will Amazon Mitarbeiter in seinen Lagern besser vor Unfällen mit selbstfahrenden Robotern schützen. Damit sollen Reparaturarbeiten ebenfalls effizienter werden.

Eher wie eine Mischung aus Hosenträger und Gürteltasche als wie eine Weste sieht die neue Schutzbekleidung aus, mit der Amazon die Mitarbeiter in seinen Lagern ausrüstet. Die Tech-Westen sollen das Unfallrisiko mit den selbstfahrenden Robotern in den Lagern verringern, wie Techcrunch berichtet. Eingebaute Sensoren alarmieren das Steuerungssystem der Roboter, die daraufhin langsamer fahren und Kollisionen vermeiden.

Bisher mussten die Mitarbeiter eigens geschützte Bereiche markieren, wenn sie Gegenstände vom Boden aufheben oder Roboter reparieren wollten, wie Amazons Robotics-Chef Brad Porter Techcrunch sagte. Dank der Tech-Westen ist das jetzt nicht mehr notwendig. Die Roboter erkennen die Amazon-Mitarbeiter schon von Weitem und planen ihre Routen in dem Steuerungssystem entsprechend um.

Über 100.000 Roboter sind in 26 Amazon-Lagern tätig

Derzeit sind in 26 Amazon-Lagern über 100.000 Roboter, eine Handvoll Roboterarme und 30 Palettierroboter tätig, wie der Amazon-Watchblog schreibt. Dank des 2012 gestarteten Einsatzes von Robotern können laut Amazon 40 Prozent mehr Lagerbestände verwaltet werden. Der maschinellen Unterstützung sind im Wesentlichen auch die besonders kurzen Lieferzeiten für Prime-Kunden zu verdanken.

Wie notwendig zusätzlicher Schutz von Lagermitarbeitern in mit selbstfahrenden Robotern betriebenen Lagerhallen sein kann, zeigt ein Vorfall aus dem Dezember. In einem Amazon-Lager in Robbinsville, im US-Bundesstaat New Jersey, wurden insgesamt 54 Mitarbeiter verletzt, als ein Lagerroboter ein Paket mit Abwehrspray für Bären rammte. Zwei Dutzend der Mitarbeiter mussten sich dem Wired-Bericht nach im Krankenhaus behandeln lassen.

US-Arbeitsministerium rät zu besonderer Vorsicht bei der Roboter-Wartung

Zudem heißt es vom US-Arbeitsministerium zum Thema Roboter, dass laut Studien die meisten Unfälle bei nicht-routinemäßigen Tätigkeiten wie dem Programmieren, Testen oder Einstellen passierten. Dabei, so die Behörde, fänden sich die Arbeiter möglicherweise vorübergehend im Arbeitsbereich des Roboters. Dort könnten unbeabsichtigte Operationen dann zu Verletzungen führen.

Ebenfalls interessant: Zu viel Stress im Amazon-Lager – Mitarbeiter pinkeln angeblich in Flaschen

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