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Amazon Shipping: US-Konzern startet nächsten direkten Angriff auf Paketdienste

Amazon weitet sein Logistikangebot aus und startet in den USA breit mit Shipping with Amazon. (Foto: Amazon)

Mit dem Dienst Shipping with Amazon (SWA) holt das Unternehmen Bestellungen direkt beim Händler ab und stellt sie an Amazon-Kunden zu. Jetzt startet der Dienst in den USA auf breiter Basis.

Im vergangenen Jahr startete Amazon in den USA im Großraum Los Angeles einen Zustelldienst, der zuerst nur für die Zustellung von Einlieferungen in die Amazon-Logistikzentren zuständig zu sein schien. Mittlerweile ist klar, dass Shipping with Amazon (SWA) mehr als nur ein Zulieferer für Amazon Logistics ist: Es ist ein direkter Angriff auf die klassischen Paketzusteller. Denn jetzt holt Amazon Pakete von den Händlern ab und stellt sie landesweit in den USA direkt den Kunden zu.

Der neue Dienst Shipping with Amazon

Amazon betreibt schon seit langer Zeit mit Amazon Logistics einen eigenen Paketdienst, der Sendungen aus den Amazon-Logistikzentren an Kunden im Umkreis zustellt. Auch in Deutschland ist Amazon Logistics aktiv. Dass Sendungen von Amazon Logistics direkt beim Händler abgeholt und Endkunden zugestellt werden, ist hingegen noch recht neu. Laut WSJ ist das Pilotprojekt Shipping with Amazon Anfang letzten Jahres gestartet.

Auch Prime-Sendungen, die von Händlern direkt versandt werden, können über SWA abgewickelt werden. Bisher war beispielsweise DPD in Deutschland für die Prime-Zustellungen zuständig, die direkt aus den Händlerlagern an Endkunden geliefert wurden.

Jetzt wird das Pilotprojekt Shipping with Amazon in den USA stark ausgeweitet und stellt landesweit neben normalen Lieferungen auch Prime-Lieferungen direkt zu.

Details zu Shipping with Amazon

Aktuell soll Shipping with Amazon in den USA für Händler in New York City, Los Angeles und Chicago verfügbar sein, aber landesweit zustellen, wie TJI Research berichtet. In den USA sind die Lieferfristen aufgrund der Entfernungen etwas üppiger dimensioniert als in Deutschland, deshalb liefert SWA innerhalb von maximal fünf Kalendertagen aus. Prime-Zustellungen übernimmt der Dienst nur, wenn die Zustelladresse innerhalb eines Zwei-Tages-Radius vom Händlerstandort liegt. Mutmaßlich könnte auch Sperrgut, dass bei Prime eine längere Zustellzeit hat, über SWA versandt werden.

t3n meint: Amazon ist jetzt dabei, die letzten Lücken im Logistiknetzwerk zu schließen. In absehbarer Zeit wird SWA den meisten Händlern in den USA zur Verfügung stehen und auch in Deutschland starten. Da Amazon schon immer bestrebt war, möglichst alle Bestandteile des Kundenerlebnisses zu kontrollieren, entstanden zuerst die Fulfilment-Center, dann Fulfiment by Amazon. Jetzt folgt die nächste Evolutionsstufe mit der Kontrolle über die letzte Meile und der Versandabwicklung für externe Händler. Jochen G. Fuchs

via etailment.de

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