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Amazon-Suche: Marken werden weniger wichtig – gute Chancen für Private Labels

Amazon-Suchen: Kunden suchen immer häufiger gezielt nach Produkten. Schlechte Chancen für reines Branding. (Foto: Frank Gaertner / Shutterstock.com)

Eine aktuelle Untersuchung von Marketplace Pulse hat jetzt interessante Erkenntnisse zur Produktsuche bei Amazon ergeben: Danach spielen für die Kunden Marken inzwischen eine geringere Rolle als früher.

Bei der Amazon-Suche werden Marken offenbar weniger wichtig,  weil die Kunden oder Kaufinteressenten zunehmend gezielt nach Produkten suchen. Dazu hat das Unternehmen die hunderttausend häufigsten Suchbegriffe auf der amerikanischen Plattform ausgewertet, was knapp zwei Dritteln des gesamten Suchvolumens entsprechen soll. Drei Viertel der Suchen bezogen sich gezielt auf bestimmte Produkte, während 22 Prozent nach Namen von Unternehmen oder Produktreihen wie Apple oder iPhone suchten.

Ein Plus für Private Labels in der Suche

„Das Ergebnis zeigt, wie sich das Verhalten der Amazon-Käufer von einer markenorientierten Welt zu einem bedarfsgerechten Entscheidungsprozess verlagert. Im Gegensatz zu Social Media, wo Käufer bestimmten Marken folgen oder Markenshops aufsuchen, sind sie bei Amazon meist auf der Suche nach einem Bedürfnis“, so Marketplace Pulse. Die markenlose Suche hebe nicht nur das bedarfsgerechte Einkaufen hervor, sondern sei auch der Grund, warum Amazon-Basics-Produkte Bestseller sind, weist das Unternehmen an einigen Beispielen nach. „Amazon hat von generischen Suchbegriffen profitiert, um viele erfolgreiche Eigenmarkenprodukte auf den Markt zu bringen.“

Spannend ist das natürlich für Unternehmen, die Werbung und hierfür passende Keywords definieren müssen. Sie profitieren möglicherweise dabei auch davon, wenn nach einem bestimmten anderen Produkt derselben Warengruppe oder Produktkategorie gesucht wird. Je weniger Produktvarianten es von einem Produkt gibt, desto größer ist die Gefahr, dass bei Belegung bestimmter Begriffe konkurrierende Marken mit erscheinen – auch wenn der Käufer explizit nach der eigenen Marke gesucht hat. Betreiber eigener Private Labels können hiervon gut profitieren.

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