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Amazon testet Produktbewertungen mit nur einem Klick

(Grafik: Shutterstock)

Amazon testet bei den Produktbewertungen eine Ein-Klick-Variante, die es dem Unternehmen ermöglichen könnte, schnell eine große Anzahl an Bewertungen einzusammeln. Das könnte ein sinnvolles Mittel gegen Fake-Bewertungen sein.

Amazon will künftig nicht nur ermöglichen, dass Kunden mit nur einem Klick Waren bestellen, sondern dass sie sie ebenso schnell bewerten können. Dazu hat das Unternehmen eine vereinfachte Lösung angeboten, mit der sich Produkte in Zukunft auch ohne lange textlastige Rezension bewerten lassen sollen.

Die Idee dahinter ist naheliegend: Auf diese Weise werden auch Nutzer, die ansonsten nicht die Energie aufwenden oder das Interesse daran haben, eine Bewertung abzugeben, dazu gebracht, zu bewerten – und Amazon erhält durch die höhere Bewertungsanzahl auch bei Artikeln, bei denen nur wenige Käufer bewerten können, einigermaßen verlässliche Informationen.

Amazon bezeichnet Schnellbewertung als Testbetrieb

Amazon macht die Schnellbewertung (im Moment offenbar testweise) ausgewählten Nutzern über diverse Stellen zugänglich, an denen auch in der Vergangenheit Bewertungen möglich waren, beispielsweise auch über die Bestellhistorie sowie über spezielle E-Mail-Reminder. Die Bewertungen gibt’s sowohl im klassischen Desktop-UI als auch Mobile. Allerdings gehen nur Ein-Klick-Ratings aus verifizierten Käufen in die Produktgesamtbewertung mit den Sternen ein. Wer auf diese Weise schnell bewertet hat, kann nachträglich aber auch noch ausführlicher seine Meinung äußern oder Bilder und Videos ergänzen. Zusätzlich gibt es eine Kontrollgruppe von Nutzern, um die Auswirkungen der neuen Maßnahme tracken zu können und Vergleichswerte zu haben. Dabei betont Amazon, dass es sich bei den neuen Ein-Klick-Bewertungen lediglich um ein Experiment handle und dass nicht klar ist, ob und wie der Regulärbetrieb aussehen wird.

Letzten Endes ist all das aber auch eine Bemühung seitens Amazons, gegen Fake-Bewertungen vorzugehen. Die, das hat Amazon ja inzwischen selbst zugegeben, existieren in nicht geringem Umfang – und mit einfachen schnellen Bewertungen lassen sich die tendenziösen Bewertungen verwässern (wenn man es negativ ausdrücken will) oder nivellieren und ausgleichen, wenn man es positiver fasst.

t3n meint:

Schlussendlich profitieren von einer großen Zahl an schnellen Bewertungen sowohl Amazon als auch die Händler und Hersteller – und unterm Strich auch die Kunden. Dabei sollte Amazon sicherstellen, dass die hinzukommenden Bewertungen die Kaufentscheidung auch wirklich bereichern. Denn gerade die schriftlichen Begründungen sind es oftmals, die wertvolle Zusatzinformationen bereitstellen.

Tobias Weidemann

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Ein Kommentar
contentwerkstatt
contentwerkstatt

Echt jetzt? Dadurch sollen sich Fake-Bewertungen vermeiden lassen? Sorry, aber das ist doch bullshit. Die Idee, Ein-Klick-Rezis zu ermöglichen, wird genau das Gegenteil bewirken. Wenn ich faken will, fake ich doch schneller, wenn ich nur einen Stern anklicken muss, aber keinen Text mehr verfassen brauche. Dann muss ich der jeweiligen Landessprache nicht mal mächtig sein und kann prima aus dem Ausland meine Sternchen setzen.
Und noch mehr Non-Checker werden irgend etwas anklicken, weil sie das Bewertungssystem nicht verstanden haben (sorry, kein Spaß!). Prima, das wird ein richtiger Flopp. Aber wer glaubt, dass Amazon Fake-Bewertungen ausrotten kann, glaubt auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten.
VG, content-werkstatt

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