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Amazon geht gegen Produktbewertungen von kostenlosen Testmustern vor

Amazon erlaubt in den USA keine Produktbewertungen mehr, wenn ein kostenloses oder vergünstigtes Testmuster genutzt wurde. Das soll nur noch über Amazons eigenen Produkttester-Club möglich sein.

Amazon: Keine Anreize mehr für Produktbewertungen

Für Produktbewertungen zu bezahlen ist bei Amazon grundsätzlich untersagt. Bislang war es Herstellern aber gestattet, den Produkttestern kostenlose oder rabattierte Testmuster zur Verfügung zu stellen. Die einzige Bedingung dafür war, dass dieser Umstand im Rahmen der Produktbewertung erwähnt wurde. Zumindest in den USA untersagt der Online-Händler aber auch diese Praxis ab sofort.

Allerdings gibt es eine Ausnahme: Mit Amazon Vine bietet der E-Commerce-Riese eine eigene Möglichkeit, über die Hersteller Testmuster an interessierte Tester liefern können. Auf Basis dieser Testmuster erstellte Bewertungen werden allerdings entsprechend markiert. So sollen Kunden direkt sehen, wann eine Produktbewertung nicht von einem regulären Käufer erstellt wurde.

Amazon hat in den USA die Richtlinien für Produktbewertungen verschärft. (Foto: Ken Wolter / Shutterstock.com)

Amazon hat in den USA die Richtlinien für Produktbewertungen verschärft. (Foto: Ken Wolter / Shutterstock.com)

Amazon arbeitet weiter an Verbesserung der Produktbewertungen

Erst im September 2016 hat Amazon in den Vereinigten Staaten eine neue Regelung einführt, nach der Produktbewertungen nur von Kunden erstellt werden dürfen, die für mindestens 50 US-Dollar Produkte ge- oder verkauft haben. Auf die Art soll es schwieriger werden, gefälschte Bewertungen zu erstellen.

Auch die neueste Regelung knüpft daran an und soll zu einer Verbesserung des Bewertungssystems führen. Immerhin verlassen sich viele Kunden auf die Produktbewertungen, wodurch sie ein wichtiges Element zur Verkaufsförderung darstellen. Ob und wann die beiden Änderungen auch in Deutschland eingeführt werden, ist derzeit nicht bekannt. Auf absehbare Zeit ist es demnach hierzulande noch gestattet, Tester mit kostenlosen oder vergünstigten Testprodukten zu versorgen.

Ebenfalls interessant: E-Commerce: Wie Kundenbewertungen den Umsatz steigern können.

via www.amazon.com

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2 Kommentare
Fakes lauern überall
Fakes lauern überall

http://www.golem.de/news/new-york-times-amazon-loescht-tausende-buchbewertungen-1212-96527.html
google-Suche: Harriet Klausner
Liebes-Romane sind oft schnell durchzulesen.
Aber 10 Jahre sind 3650 Tage. Wird also trotzdem schwer, auf 35.000 zu kommen.

Das wirklich schlimme ist, das Amazon es löscht und nicht stattdessen dranschreibt, das das Testmuster kostenlos gestellt wurde und es in der Rezension links/rechts/oben/unten „mit-schwimmt“ damit es auch keiner übersehen hat.
Auch eigen-tests von Verwandten von Autoren oder Chefs von Firmen wären natürlich so zu markieren um immer auffindbar zu bleiben wie die Spinat-Lüge wo doch nicht so viel Eisen drin ist weil die Sekretärin ein Komma verrutscht war.

Antworten
Anne

Ich finde diese Tatsache gut, dass Amazon sich vor Falschbewertungen schützen möchte. Bewertungen sind heutzutage so wichtig für Unternehmen, um ihre Produkte oder Dienstleistungen zu verkaufen. Wenn ich persönlich etwas kaufe, lese ich als Erstes die Bewertungen durch und ich denke jeder macht das so. Aus diesem Grund sollte schon etwas dagegen getan werden, dass nicht nur super Bewertungen, die am Ende gefälscht sind, dort veröffentlicht werden.

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