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Amazon vereinfacht Fashion-Einkauf mit Prime Wardrobe

Prime Wardrobe soll den Kleidereinkauf bei Amazon einfacher machen. (Screenshot: Amazon)

Amazon erleichtert Prime-Kunden ab sofort mit Prime Wardrobe den Einkauf von Kleidung und Schuhen. Der neue Dienst im Überblick.

Prime Wardrobe läuft in den USA schon eine ganze Weile, jetzt startet der Konzern auch in Deutschland den neuen Kleiderservice. Im Prinzip ist Prime Wardrobe nur eine Bündelung von Serviceangeboten, die aber das Einkaufserlebnis von Kleidung, Schuhen und Accessoires bei Amazon deutlich verbessern.

Amazon Prime Wardrobe vereinfacht den Kleidereinkauf

Hunderttausende Artikel sind laut Amazon Teil des neuen Angebots. Damit ist nur ein Ausschnitt des Fashion-Sortiments bei Amazon für Prime Wardrobe verfügbar, aber vermutlich wird der Konzern das Angebot ausbauen. Jeder Artikel, der an Prime Wardrobe teilnimmt, ist mit einem entsprechenden Logo im Suchergebnis und auf der Artikel-Detailseite gekennzeichnet.

Die Kernidee: bestellen, anprobieren und die nach der Anprobe nicht gewünschten Teile zurücksenden. Erst dann bezahlt der Kunde die ausgewählten Artikel.

Der Dienst ist ausschließlich für Prime-Kunden verfügbar und soll somit das Prime-Angebot weiter aufwerten.

Amazon Prime Wardrobe im Überblick

Startseite für Herrenbekleidung bei Amazon Prime Wardrobe. (Screenshot: Amazon)

Mit Prime Wardrobe führt Amazon im Prinzip die bisher marktüblichen Standards der deutschen Fashion-Branche in einem gut verpackten Prime-Dienst auf seiner Plattform ein:

  • Zwei bis sechs Artikel können in eine Prime-Wardrobe-Bestellung
  • Sieben Tage Zeit zur Anprobe und zur Auswahl
  • Lieferung erfolgt in einer wiederverschließbaren Versandtasche
  • Frankiertes Retourenlabel liegt bei, muss nicht aus dem Amazon-Retourencenter generiert werden
  • Keine Bezahlung nach dem Versand, sondern erst nach Fristablauf für die Rücksendungen

Startseite für Kinderbekleidung bei Amazon Prime Wardrobe. (Screenshot: Amazon)

Nach Auswahl der Produkte gibt der Kunde unter Meine Bestellungen an, welche Artikel er behalten will. Der Betrag für diese Produkte wird dann abgebucht. Die Widerrufsfristen bleiben davon unberührt, der Kunde kann Artikel auch nach Ablauf der Sieben-Tages-Frist zurückgeben. Wer die Angabe der ausgewählten Artikel versäumt, wartet dann aber wie gewohnt auf seine Rückerstattung, die Retoure wird dann erst verarbeitet.

t3n meint: Prime Wardrobe war ursprünglich mal eine Art Outfit-Kiste, nicht ganz vergleichbar mit Outfittery, aber es sollten auch Sets verkauft werden. Anfänglich wurden noch Rabatte verteilt; je mehr Artikel ein Kunde behielt, desto mehr Rabatt wurde ausgeschüttet. Das ist leider als Konzept nicht erhalten geblieben, vermutlich war diese Idee zu teuer.

Auf den ersten Blick ist Prime Wardrobe keine innovative Meisterleistung, denn es scheint den Klamottenkauf bei Amazon nur auf das in Deutschland übliche Niveau zu bringen. Die Kombination Rechnungskauf, beigelegter Retourenschein und Widerrufsrecht ergeben ja unter dem Strich etwas Vergleichbares für den Kunden.

Allerdings sieht es auf den zweiten Blick etwas anders aus: Der Kunde muss nach der Rücksendung nicht selbst den Rechnungsbetrag kalkulieren oder Rückerstattungen abwarten und überprüfen – er muss sich neben der Rücksendung um nichts kümmern. Das ist ein Stück mehr Bequemlichkeit als bei vielen anderen Fashionversendern. Dazu kommt: Unabhängig zum Vergleich mit dem Wettbewerb wird das Angebot wohl für mehr Fashion-Umsatz bei Amazon sorgen.

Jochen G. Fuchs

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