News

Amazon vernichtet massenhaft Neuware und Retouren

Amazon ist wieder in der Kritik. (Foto: James W Copeland/Shutterstock.com)

Der Internetgigant Amazon ist in der Kritik: Die große Flut an Warenrücksendungen im Wert von mehreren Tausend Euro landet einfach in der Tonne.

Der Onlineversandkonzern Amazon ist wegen der Entsorgung von Retouren und nicht verkauften Artikeln in die Kritik geraten. In den deutschen Warenlagern des US-Unternehmens würden in großem Umfang Waren entsorgt, berichteten ZDF und Wirtschaftswoche. Dazu zählten Kühlschränke, Wasch- und Spülmaschinen, Handys, Tablets, Matratzen und Möbel.

Dem Bericht zufolge kritisierten mehrere Mitarbeiter, auch funktionstüchtige, teils sogar neue Produkte würden zerstört. Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth forderte Amazon laut Bericht auf, die Vorwürfe aufzuklären: „Das ist ein riesengroßer Skandal, denn wir verbrauchen auf diese Weise Ressourcen mit allen Problemen insgesamt auf der Welt.“

Amazon erklärte dazu, für zurückgegebene oder nicht verkaufte Produkte gebe es mehrere Programme, um die Entsorgung weiter zu reduzieren. „Wenn Produkte nicht verkauft, weiterverkauft oder gespendet werden können, arbeiten wir mit Aufkäufern von Restbeständen zusammen, die diese Waren über andere Kanäle weiterverkaufen.“

Die hohe Zahl der Retouren ist für Onlinehändler generell ein Problem, da viele Kunden Waren quasi zur Ansicht kaufen – diese Artikel gehen oft beschädigt oder mit Gebrauchsspuren zurück. Die Universität Bamberg schätzte die Zahl der von Kunden zurückgeschickten Sendungen in Deutschland bereits für das Jahr 2012 auf 250 Millionen. Seither hat der Onlinehandel noch stark zugenommen.

dpa

Zu dieser News gehört unsere Analyse „Der Amazon-Skandal, der keiner war: Retouren-Vernichtung ist Standard im Handel“.

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

5 Kommentare
ribertlirert
ribertlirert

Danke Widerrufsrecht.

Antworten
Nauglamir
Nauglamir

Amazon… peng!
Aber die tausenden Tonnen von Lebensmitteln die täglich vernichtet werden weil sie nicht schön genug für den Konsumenten sind oder dank Überproduktion vom Warenregal auf den Müll wandern, sind uninteressant. Damit könnte man Hungerkatastrophen verhindern!

Aber ist ja nicht Amazon schuld… Blöde Doppelmoral. Uns geht’s allen echt zu gut.

Antworten
Andreas Rieser
Andreas Rieser

Amazon… peng!
Aber die tausenden Tonnen von Lebensmitteln die täglich vernichtet werden weil sie nicht schön genug für den Konsumenten sind oder dank Überproduktion vom Warenregal auf den Müll wandern, sind uninteressant. Damit könnte man Hungerkatastrophen verhindern!

Aber ist ja nicht Amazon schuld… Blöde Doppelmoral. Uns geht’s allen echt zu gut

Antworten
Michael
Michael

Und sobald du zu viele Rücksendungen hast sperrt dir Amazon das Konto…

Antworten
voRi
voRi

Genau, weil alle anderen Händler machen das ja nicht… ‍♂️‍♀️

„Fakefacts“ vom Besten?

Antworten

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!

Hey du! Schön, dass du hier bist. 😊

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team bestehend aus 65 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Danke für deine Unterstützung.

Digitales High Five,
Stephan Dörner (Chefredakteur t3n.de) & das gesamte t3n-Team

Anleitung zur Deaktivierung