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Amazon will Wolkenkratzer in Berlin beziehen

Amazon-Logo an einem Büro in San Francisco. (Foto: Sundry Photography/Shutterstock)

Amazon hat vor, in fünf Jahren 3.400 Mitarbeiter im geplanten Edge-Tower in Berlin-Friedrichshain unterzubringen. Gentrifizierungsgegner bringen sich bereits in Stellung.

Nahe der Warschauer Brücke an der Nahtstelle zwischen Kreuzberg und Friedrichshain entstehen bereits die Fundamente für den Edge Tower. Hauptmieter des rund 140 Meter hohen Gebäudes, dessen Namen leider ein wenig an eine mangelhafte Mobilfunkverbindung erinnert, soll Amazon werden, wie der Tagesspiegel meldet.

Auge in Auge mit Zalando

Der Versandriese will auf 28 der 35 Etagen etwa 3.400 Mitarbeiter unterbringen – überwiegend Software-Entwickler, die an Projekten wie Spracherkennung, automatisierter Übersetzung von Produktbeschreibungen oder Industrial Cloud arbeiten. Bisher verteilen sie sich auf mehrere Standorte in der Stadt und sind wegen Raummangels teilweise in Coworking-Spaces untergebracht. Da Amazon bisher schätzungsweise rund 2.000 Angestellte in Berlin beschäftigt, ist mit einer entsprechenden Zahl von Stellenausschreibungen zu rechnen.

Einziehen wird Amazon aber nicht vor 2024, da das geplante Gebäude erst 2023 fertig gestellt sein wird. Oder später, falls es zu Verzögerungen beim Bau kommt. Die könnten eintreten, weil das Berliner Baukollegium, ein unabhängiges Expertengremium, Veränderungen am Bau fordert. Dadurch werden sich aber allenfalls gestalterische Details am Bau ändern, der längst vom Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg genehmigt worden war.

Damit entsteht im neuen Viertel an Spree und East-Side-Gallery ein IT-Standort mitten in Berlin, an dem Amazon und Mode-Versender Zalando in Sichtweite miteinander konkurrieren. Das ruft auch Kritiker auf den Plan, die Gentrifizierung und Preissteigerungen befürchten. Erste Tweets weisen darauf hin, dass mit Protestaktionen des kapitalismuskritischen Bündnisses Blockupy zu rechnen ist, die vor einem Jahr eine größere Google-Niederlassung in Kreuzberg verhindert haben. Allerdings gibt es unter dem Hashtag #Kickitlikegoogle bisher nur einen einzigen Tweet.

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