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Amazon will Zahl der Plagiate auf Null reduzieren

Amazon hat Plagiaten den Kampf angesagt, auch in Deutschland. (Foto: Dino Geromella / Shutterstock)

Project Zero ist der Name einer Anti-Plagiat-Initiative von Amazon, die jetzt auch in Deutschland startet. Die Onlinehandelsplattform will dazu Künstliche Intelligenz einsetzen. 

Amazon geht jetzt auch in Europa stärker und vehementer gegen Plagiate vor. Das Project Zero, das es sich zum Ziel gesetzt hat, dass keinerlei Produktfälschungen mehr auf der Plattform zu finden sind, läuft seit einiger Zeit in den USA. Erst Anfang des Jahres hatte das Unternehmen gegenüber der US-Börsenaufsicht zugegeben (besser gesagt: nicht ausgeschlossen, was aber von vielen als Eingeständnis gewertet wurde), dass man Plagiate nicht ausschließen könne.

Amazon: Echtheitsprüfung wichtig für Kunden

Zuvor hatte es immer wieder Vorwürfe von Markenherstellern gegeben – beispielsweise hatte der Schuhhersteller Birkenstock mit großem Aufwand den Verkauf seiner Produkte via Amazon zu unterbinden versucht, weil die Herkunft und Echtheit der Produkte nicht immer klar sei. Wie Amazons Vice President Dharmesh Mehta gegenüber dem Handelsblatt erklärte, will das Unternehmen im Rahmen des Project Zero zusammen mit den Herstellern nachhaltig dafür sorgen, dass keine Fälschungen mehr den Weg auf die Plattform finden können. Dazu sollen technische Maßnahmen und Künstliche Intelligenz beitragen – was das genau heißt, darüber hüllt sich das Unternehmen in Schweigen. Man wisse, dass man in diesem Punkt noch nicht perfekt sei, sehe aber, dass dieser Punkt wichtig für das Kundenvertrauen sei, so Mehta.

Bereits vor einigen Monaten war bekannt geworden, dass Amazon mit einem System eigener Seriennummern für bestimmte Produkte gegen Plagiate vorgehen will. In den USA habe das System schon dazu beigetragen, dass rund 250.000 gefälschte Produkte erkannt wurden – bis dato wird es für 4.000 Unternehmen eingesetzt, wobei bislang rund 300 Millionen Codes generiert worden sein sollen.

3,3 Prozent des Welthandels sind Fälschungen

Dass es bis zum vollständigen Ausschluss von Plagiaten ein weiter Weg ist, dürfte jedem klar sein, der sich schon einmal mit dem Thema beschäftigt hat. Gefälscht, so erklärt ein Experte eines großen Industrieunternehmens, werde alles, was irgendeinen Wert habe – auch im B2B-Bereich und auch Zwischenprodukte. Eine Studie von OECD und EUPIO beziffert den Wert solcher Fälschungen auf 460 Milliarden Euro, und damit immerhin auf 3,3 Prozent des gesamten Welthandels. Mehr als die Hälfte der Plagiate sollen der Studie zufolge aus China stammen, auf den weiteren Plätzen folgen Hongkong, die Türkei, Singapur und Deutschland (!). Der volkswirtschaftliche Schaden für Deutschland wird auf 54,5 Milliarden Euro geschätzt.

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DieterN
DieterN

Trotz Datenschutz und etlicher Beschwerdebriefe an Institutionen wie Kartellamt sowie Amazon Geschäftsführer bzw. Rechtsabteilung highjacken die Chinesen Listings auf der deutschen Amazonplattform. Dabei kann man ein selbst erstelltes Listing für andere Verkäufer sperren lassen, aber sobald man sich vom Amazonmarketplace entfernt und nicht mehr aufpassen kann – öffnet Amazon diese gesperrten Listings für Chinesen oder andere Verkäufer. Der Chinese greift wohlwollend die Arbeit und das Marketing der von Amazon ruinierten deutschen Firmen auf und highjackt das Produkt des Markenproduktlistings – übernimmt den deutschen Verkaufstext, den Poduktnamen, den Namen der ehemaligen Firma des Deutschen und die Marketinggraphiken und Produktfotos. Wohlgemerk der Highjacker aus China verkauft dort nur etwas Ähnliches bzw. etwas Gefälschtes. Wenn man sein Geschäft nicht mehr betreibt – wäre es verschwendetes Geld, deshalb einen Anwalt aufzusuchen. Amazon hat ein großes Interesse den Chinesen das Leben in Deutschland so angenehm wie möglich zu machen – sie brauchen sich um nichts kümmern – weder um Texte noch um Steuern. Auch scheinen diese halbseidenen Chinesischen Händler im Gegensatz zu den Deutschen nicht von Amazon kontrolliert zu werden. Verifikation oder in Zusammenhang mit Gesperrten Konten stehende Händler – egal ist ja ein Chinese! Ein Nichteuropäer kann ganz legal bis zu 100.000 Euro umsatzsteuerfrei hier verkaufen. Es ist sinnvoller Ausländer auf der Plattform zuzulassen, da die sich nicht bei hiesigen Institutionen beschweren. Ein Kartellamt wird erst bei ca. 1000 Beschwerdebriefe Deutscher zu einem gemeinsamten Thema tätig. Das ganze System Amazon ist gegen die Deutschen Händler und den deutschen stationären Handel gerichtet – dabei vergisst Amazon, dass die Kunden Deutsche sind. Und auch ein Deutscher Händler war sicherlich mal deutscher Kunde und hat mit anderen Deutschen positiv über Amazon gesprochen. Aber die Zeiten sind vorbei – Amazon ist ein hinterlistiger Drecksladen des CIAs und es spricht sich rum!

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