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Amazons Eigenmarken sind größtenteils Flops

(Foto: BigTunaOnline / Shutterstock)

Batterien, Chips, Sofas: Mit seinen Eigenmarken hat Amazon konkurrierenden Händlern Angst eingejagt. Eine Analysefirma gibt jetzt Entwarnung – die meisten Produkte seien Flops.

Die US-Senatorin und mögliche Kandidatin für die Präsidentschaftswahl 2020 Elizabeth Warren sorgte vor wenigen Tagen mit ihrer Forderung nach einer Aufspaltung großer Tech-Konzerne für Aufsehen. Im Visier hatte sie dabei auch Amazon, unter anderem weil der E-Commerce-Riese Eigenmarken auf seiner Plattform bevorzuge und so den Wettbewerb behindere. Einer Studie der Analysefirma Marketplace Pulse gibt es aber wenig Grund zur Sorge. Die Amazon-Produkte seien meist Flops, wie Bloomberg berichtet.

Amazon: Kunden greifen trotz Manipulation kaum zu Eigenmarken

Marketplace Pulse hat nach eigenen Angaben 23.000 Produkte untersucht. Demnach greifen Käufer kaum mehr zu den Produkten der Amazon-Eigenmarken, auch wenn diese in den Suchergebnisse auf der Plattform bevorzugt werden. Der Aufschrei in den Medien und in der Politik sei überzogen, so das New Yorker Unternehmen – wenn man davon absehe, dass Amazon in diesem Jahr über die Hälfte der Umsätze im US-Onlinehandel für sich verbuchen könnte.

Dass Amazon ein Produkt auf den Markt werfen und dieses dann mit dem magischen Einsatz von Daten an die Spitze der Verkaufsrankings katapultieren könne, sei nur eine Verschwörungstheorie, sagte Marketplace-Pulse-Gründer Juozas Kaziukenas. Zwar gebe es ein paar erfolgreiche Beispiele. Aber die meisten ihrer Eigenmarken seien überhaupt nicht erfolgreich und viele konkurrierende Händler übertrumpften Amazon spielend, so Kaziukenas gegenüber Bloomberg.

Rundgang in Seattle: Das Amazon-Hauptquartier in Bildern
Amazon-Headquarter, Day One North. (Foto: Jochen G. Fuchs)

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Für seine Analyse nutzten die Marktforscher die Verkaufsränge und die Zahl der Bewertungen als Indikatoren für die möglichen Umsätze mit den einzelnen Produkten. Demnach ist Amazon mit Eigenmarken lediglich in einigen Bereichen erfolgreich, wo die Kunden nach günstigen Alternativen suchen – etwa bei Batterien. Wenn es aber zum Beispiel um Bekleidung geht, dann greifen Amazon-Nutzer laut Studie lieber zu etablierten Marken.

Amazon vor Herausforderung, eigene Marken aufzubauen

Energizer oder Duracell dürfte das nicht gefallen. Aber laut Kaziukenas sei der Verkauf billiger Batterien doch etwas ganz anderes, als sich langfristig eine verkaufsträchtige Marke aufzubauen. Selbst wenn Amazon die Nutzer auffordere, zu den Eigenmarken zu greifen, würden diese sich weigern, ein Produkt einer Marke zu kaufen, von der sie in diesem Zusammenhang noch nie gehört hätten. Als Beispiel führt der Analyst hierfür die Kindermarke A for Awesome an.

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