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Amazons Mitarbeiter sollen Nutzerdaten verkauft haben

Amazon-Logo an einem Büro in San Francisco. (Foto: Sundry Photography/Shutterstock)

Amazon hat ein Problem mit bestechlichen Angestellten. Mitarbeiter aus China sollen gegen Bezahlung negative Bewertungen gelöscht und sogar private Nutzerdaten weitergegeben haben.

Amazon geht derzeit Berichten nach, nach denen bestechliche Mitarbeiter gegen Bezahlung das Bewertungssystem des Onlinehändlers manipulieren. Das geht aus einem Bericht des Wall Street Journal hervor. Das Problem soll vor allem in China auftreten, die interne Untersuchung soll jedoch auch US-amerikanische Mitarbeiter betreffen.

Zu Preisen von etwa 300 US-Dollar sollen chinesische Amazon-Mitarbeiter negative Bewertungen im Auftrag von Händlern löschen. In anderen Fällen sollen sie E-Mail-Adressen der Kunden verkauft haben, die für die negative Bewertung verantwortlich waren. Außerdem sollen die Amazon-Mitarbeiter auch interne Verkaufs- und Keywordstatistiken an chinesische Marketplace-Händler verkauft haben. Dafür verlangen zwischengeschaltete Makler laut Recherchen des Wall Street Journal Preise von 80 bis 2.000 Dollar.

Bestechung von Mitarbeitern: Amazon will gegen Händler vorgehen

Amazon soll bereits im Mai 2018 eine interne Untersuchung gestartet haben. In einem Statement erklärt der Onlinehändler, dass neue Mechanismen diese Probleme zukünftig unterbinden sollen. Außerdem will das Unternehmen mit aller Härte gegen die beteiligten Händler vorgehen, ihre Konten sperren, ihre Gelder einbehalten und rechtliche Schritte einleiten.

Weltweit verkaufen mehr als zwei Millionen Händler ihre Produkte über den Amazon-Marketplace. Im zweiten Quartal 2018 entfiel mehr als die Hälfte aller über Amazon verkauften Einheiten auf diese Drittanbieter. Amazon generierte mit Händlerdienstleistungen im zweiten Quartal Umsätze in Höhe von 9,7 Milliarden Dollar. Das entspricht einer Steigerung von 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

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