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Android 6.0 Marshmallow: Google fordert Verschlüsselungspflicht für Neugeräte und mehr

Android 6.0 Marshmallow (Bild: Google)

Neue Android-Version, neue Regeln für Hersteller und Entwickler: Google hat sein sogenanntes „Android Compatibility Definition Document“ (CCD) aktualisiert und darin festgelegt, welche Kriterien Hersteller erfüllen müssen, um Android 6.0 Marshmallow auf ihren Smartphones und Tablets installieren zu dürfen. Demnach muss in neuen Geräten beispielsweise die Speicher-Verschlüsselung zwingend aktiviert sein.

Android 6.0 Marshmallow zwingt Hersteller zu mehr Sicherheit

Google hatte in Android 5.0 Lollipop erstmals eine Verschlüsselung des internen Speichers integriert und sie auf Nexus 6 und Nexus 9 standardmäßig aktiviert sowie Hersteller verpflichtet, sie in ihren neuen Geräten zu aktivieren. Nachdem festgestellt wurde, dass sie zu Performanceeinbußen führte, machte Google allerdings einen Rückzieher. Mit Android 6.0 versucht Google es erneut.

Nexus 5X und 6P kommen ab Werk mit einer Datenverschlüsselung die Bestandteil von Android 6.0 Marshmallow ist . (Bild: Google)

Unter Android 6.0 Marshmallow ist die Verschlüsselung wieder zurück und es soll laut Google keine Kompromisse in Sachen Performance geben. Laut Googles VP of Engineering Dave Burke habe man sich entschieden, von Hard- auf Softwareverschlüsselung umzusteigen, die seinen Aussagen zufolge sicherer sei.

Google macht in seinen Richtlinien allerdings einige Ausnahmen: So müssen nur neue Geräte, die mit Marshmallow ausgerüstet sind, verschlüsselt sein – Gemäß der Richtlinien muss die Verschlüsselung nach Abschluss der Ersteinrichtung des Geräts durch den Nutzer aktiviert sein. Ferner muss die AES-Crypto-Performance-Rate über 50 MiB pro Sekunde betragen. Bei älteren Geräten, die auf Marshmallow aktualisiert werden, muss die Verschlüsselung nicht implementiert werden. Weitere Ausnahmen sind neue Smartphones und Tablets, die die genannten Crypto-Performance-Anforderungen nicht erfüllen. Welche auf dem Markt befindlichen Geräte ein Update auf Android 6.0 Marshmallow erhalten werden, haben wir übrigens für euch in einer Übersicht zusammengefasst.

Android 6.0 Marshmallow: Stromspar-Modus „Doze“ ist Pflicht für Hersteller

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Mehr Laufzeit unter Android 6-0: Das neue Energiemanagement-Werkzeug Doze darf nicht modifiziert werden. (Bild. Google)

Neben der Integration der Verschlüsselung sieht Google auch vor, dass das neue Energiemanagement „Doze“, mit dem die Standby-Zeit erhöht werden soll, standardmäßig integriert wird. Die Funktion legt Anwendungen regelrecht schlafen, damit sie nicht ständig das Smartphone aufwecken und somit Energie verbrauchen. Damit das Feature funktioniert, wie von Google konzipiert, dürfen Hersteller Doze nicht weiter modifizieren.

Darüber hinaus sind Hersteller dazu verpflichtet, Nutzern in den Energieeinstellungen anzuzeigen, welche Apps vom Energiesparmodus ausgenommen sind. Damit hat der User volle Kotrolle über alle Apps – auch über die, die der Hersteller womöglich gerne dauernd im Hintergrund laufen hätte.

Android 6.0 Marshmallow: Stromspar-Modus „Doze“ ist Pflicht für Hersteller

Android 6.0 Marshmallow bringt native Unterstützung für Fingerabdrucksensoren. (Bild: t3n)

Der Einsatz von Fingerabdrucksensoren in Smartphones – beispielsweise zum Entsperren des Lockscreens – ist eine äußerst bequeme Angelegenheit, vor allem, wenn sie so Huawei Mate S verbaut sind. Bisher kochte aber jeder Hersteller in Sachen Software-Implementation sein eigenes Süppchen. Mit Android 6.0 ändert sich das, denn das neue OS besitzt eine native Unterstützung für Fingerabdruckleser.

Damit Fingerabdruckleser unter Android 6.0 zuverlässig unterstützt werden, hat Google in seinem CCD unter Punkt 7.3.10 eine lange Checkliste aufgeführt, an die Hersteller sich halten müssen. Die Liste umfasst unter anderem Elementare Aspekte wie den Support der Marshmallow-Fingerabdruck-APIs. Ebenso ist die Fehlerquote für die Fingerabdruckerkennung vorgegeben. Auch zur Art der Speicherung der Fingerabdrücke gibt es klare Ansagen: Die Scans müssen auf dem Gerät gespeichert und sicher verschlüsselt werden. Ferner darf keine Third-Party-App Zugriff auf diese Daten erhalten. Einen Überblick der kompletten Anforderungen findet ihr direkt bei Google (PDF).

via www.androidpolice.com

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