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Aus für Exklusivität: Google öffnet Android für Suchmaschinen von Drittanbietern in Russland

Google muss in Russland seine mobile Plattform Android für Suchmaschinen von Drittanbietern öffnen. Diese Einigung könnte in anderen Ländern als Präzedenzfall verstanden werden. 

Android: Kartellwächter beenden Suchmaschinen-Exklusivität

Zwei Jahre lang stritten Alphabet-Tochter Google und russische Kartellwächter nach einer Beschwerde des russischen Suchmaschinenanbieter Yandex vor Gericht. Der Streit hat nun ein Ende: Google und der Kartellwächter FAS (Federal Antimonopoly Service) einigten sich außergerichtlich auf eine Zahlung von 7,8 Millionen US-Dollar und einer Lockerung der Android-Lizenzbedingungen. Mit diesen Zugeständnissen gibt Google der Kritik der FAS in den wichtigsten Punkten nach.

Shutterstock)

Im Zuge der Einigung muss Google sein Android für Suchmaschinen anderer Anbieter öffnen. Bisher ist die Google-Suche inklusive -App exklusiv auf allen Android-Geräten (außer in China) vorinstalliert. In Russland können auf neuen Smartphones künftig auch andere Such-Apps vorinstalliert sein. Bei auf dem Markt befindlichen Geräten müsse Google eine Lösung für den Chrome-Browser anbieten, durch die der Nutzer eine alternative Suchmaschine auswählen könne.

Yandex- statt Google-Suche: Das Suchfenster auf dem Homescreen von Android-Geräten kann bald anders belegt werden

Im Laufe der kommenden Monate soll Google für neue Geräte ein Chrome-Widget entwickeln, mit dem Nutzer eine alternative Suchmaschine für den Homescreen auswählen können, um das Google-App-Widget zu ersetzen. Damit könne beispielsweise die russische Suchmaschine Yandex oder eine andere Google-Alternative als Standard gewählt werden.

Googles russischer Konkurrent Yandex kann bald als primäre Suchmaschine auf Android-Geräten genutzt werden. Hier auf einem iPhone. (Foto: Shutterstock)

Weiter heißt es, dass Nutzer jederzeit die Möglichkeit haben sollen, die Such-Einstellungen je nach ihren Wünschen und Anforderungen ändern zu können. Darüber hinaus dürfe Google die Vorinstallation von Anwendungen anderer Entwickler in keinster Weise auf den Geräten beschränken oder behindern.

Aus für Google-Exklusivität auf Android-Geräten bald auch in anderen Ländern?

Die Einigung gilt derzeit zwar nur in Russland, könnte aber ein Präzendenzfall für weitere Länder sein. Genau das erhofft sich auch Alexander Shulgin, Chef von Yandex in Russland. Er spekuliert darauf, dass die Einigung Implikationen in ähnlichen Fällen in Europa und anderswo haben werde. Möglich ist es durchaus, schließlich steht Google in anderen Ländern wegen der exklusiven Vorinstallation der Google-Suche und Apps im Clinch mit Wettbewerbshütern.

Für Anbieter von Google-Such-Alternativen wie Yandex oder Bing, aber auch Kunden wäre eine Öffnung in anderen Regionen sicherlich wünschenswert. Allerdings bleibt es abzuwarten, wie die Lösung in Russland umgesetzt wird. Denn es ist durchaus denkbar, dass entsprechende Apps auch für mehr Bloatware auf Smartphones sorgen.

Zum Weiterlesen:

via www.reuters.com

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