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Android: Ende-zu-Ende-Verschlüsselung in Cloud-Backups

Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bei Cloud-Backups in Android 9 Pie. (Bild: Google)

Google hat angekündigt, Cloud-Backups in Android 9 Pie Ende zu Ende zu verschlüsseln. Damit können auch Mitarbeiter des Konzerns die Informationen nicht entschlüsseln – eine Kampfansage an das FBI.

Mit seiner Ankündigung, den Cloud-Backups mit Android 9 Pie eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung zu verpassen, dürfte Google vor allem beim FBI und anderen Sicherheitsbehörden für Unruhe gesorgt haben. Denn die durchgehende Verschlüsselung sorgt dafür, dass Mitarbeiter des Konzerns künftig die in der Cloud abgelegten Daten von Android-Nutzern nicht mehr entschlüsseln können.

Android-Backups in der Google-Cloud künftig Ende-zu-Ende-verschlüsselt

Dafür verantwortlich ist die Verbindung des Backup-Services mit den selbst entwickelten Titan-Sicherheitschips, die etwa in den neuen Google-Smartphones Pixel 3 und 3 XL zum Einsatz kommen, wie es in einem Beitrag in Googles Security-Blog heißt. Die Technologie soll auch einen stärkeren Schutz vor Brute-Force-Attacken bieten, wie Heise berichtet.

Das Ganze funktioniert auf Basis eines Schlüssels, der per Zufallsfunktion auf dem jeweiligen Endgerät generiert wird. Dieser Schlüssel wird mit dem Pin oder dem Passcode verschlüsselt, der zum Entsperren des Android-Geräts verwendet wird. Erst danach erfolgt die Speicherung der so verschlüsselten Daten in der Google-Cloud.

Google Pixel 3 XL in Hands-on-Bildern
Google Pixel 3 XL. (Foto: t3n.de)

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Im Gegensatz zu Apple wird es Google damit künftig nicht mehr möglich sein, Daten von Verdächtigen im Klartext an Strafverfolgungsbehörden herauszugeben, wie Heise erklärt. Der dazu notwendige Schlüssel ist den Google-Mitarbeitern nicht bekannt. Die Entschlüsselungskeys von iCloud-Backups werden dagegen erst auf den Servern von Apple verschlüsselt. Dadurch können die Daten im Falle eines entsprechenden Gerichtsbeschlusses herausgegeben werden.

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Ein Kommentar
Daniel Fleck
Daniel Fleck

Hä?
Ich dachte es nun um einen Schutz bei Google. Wieso sollte da Apple Support jemals Zugriff gehabt haben?

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