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Android: Google scannt künftig auch Apps aus anderen App-Stores

Google-Play-Protect für Android. (Bild: Google)

Android-Apps, die private Daten übertragen, müssen künftig deutlich darauf hinweisen. Die neuen Regeln betreffen auch Apps aus alternativen Stores.

Google will Nutzer von anderen Android-App-Stores schützen

Google will Nutzer künftig besser vor Apps schützen, die persönliche Daten von Android-Nutzern übertragen, wie das Unternehmen in seinem Blog schreibt. Dazu sollen offenbar auch Apps untersucht werden, die aus alternativen App-Stores wie F-Droid oder aus Amazons Android-Store kommen.

Wenn eine App „persönliche Daten sammelt oder überträgt“, muss sie dies künftig mit einem Hinweis klar und deutlich ankündigen und eine eigene Datenschutzerklärung vorhalten. Die App muss zudem deutlich darauf hinweisen, wie die Nutzerdaten verwendet werden, und eine ausdrückliche Einwilligung der Nutzer in die Verarbeitung einholen.

Google Play Protect für Android soll nicht nur Apps aus dem Play-Store scannen. (Bild: Google)

Android-Sicherheit: Alle Funktionen einer App sind betroffen

Dies gelte für alle Funktionen der App, heißt es. Sollte eine App also nach einem Absturz verschiedene Informationen über Hard- und Software übertragen wollen – etwa eine Liste aller installierten Apps –, müssten Nutzer auch hierzu vorab eine Einwilligung abgeben. Google hat Richtlinien für die Datennutzung durch Apps veröffentlicht.

Die Vorgaben gelten nach Angaben von Google für „Apps in Google Play und in Nicht-Play-Appstores“. Damit dürfte Googles Policy auch für App-Stores wie F-Droid oder Amazons App-Store gelten. Halten Apps sich nicht an die Vorgaben, sollen Nutzer über das Google-Play-Protect-Framework gewarnt werden. Auch Webseiten, die auf diese App verweisen, sollen über Googles Safe-Browsing-API mit entsprechenden Hinweisen versehen werden. Entwickler und Webseitenbetreiber, die sich davon zu Unrecht kritisiert fühlen, sollen eine manuelle Überprüfung ihrer App anstoßen können. Die Richtlinien sollen innerhalb von 60 Tagen nach dem 1. Dezember 2017 in Kraft treten.

Google selbst war zuletzt kritisiert worden, weil ein Android-Hintergrunddienst Informationen über den Standort der Nutzer gesammelt und übermittelt hatte, auch wenn alle Standortfunktionen deaktiviert waren.

Autor des Artikels ist Hauke Gierow.

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