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Android P: Erste Developer-Preview ist da – mit „Notch“-Unterstützung und mehr

Android P. (Bild Google)

Früher als erwartet hat Google die Developer-Preview für die nächste große Android-Version veröffentlicht. Android P steht neugierigen Nutzern ab sofort im Rahmen ausgewählter Geräte zur Verfügung.

Seit Android N veröffentlicht Google im Laufe des März eine erste Vorabversion des nächsten großen Android-Updates. Bei Android P verhält es sich genauso, obwohl Android Oreo kaum in Fahrt gekommen ist. Ein paar Monate haben Hersteller noch Zeit, ihre Smartphones auf Android 8.0 zu bringen, denn die finale Android-P-Version wird nicht vor August erwartet.

Android P bringt Unterstützung für die „Notch“

Mit der Developer-Preview 1 von Android P erhalten wir eine erste kleine Vorschau auf die neuesten Funktionen, die Google in diesem Jahr in sein weitverbreitetes mobiles Betriebssystem bringen möchte. Zu den markantesten Neuerungen von Android P gehört ein abermals überarbeiteter Benachrichtigungsbereich: Messaging-Apps können darin beispielsweise auch Bilder und Sticker anzeigen. Darüber hinaus hat Google die Statusleiste umgestaltet.

Der Benachrichtigungsbereich wird unter Android P umgestaltet. (Grafik: Google)

Mit dieser Umgestaltung ermöglicht Google es Smartphone-Herstellern wie im Vorfeld kolportiert, Display-Ausschnitte besser zu unterstützen. Diese Display-Ausschnitte – auch bekannt als „Notch“ – kennen wir bereits aus Geräten wie beispielsweise dem Essential Phone, dem Zenfone 5Z oder dem Apple-Smartphone iPhone X. Hersteller setzen auf dieses Design, um auf der Frontseite mehr Display-Fläche zu bieten. In der Notch findet sich Platz für die Hörmuschel, Frontkamera und weitere Sensoren.

Android P bringt Support für die Notch. (Bild: Google)

Android P bringt Support für Indoor-Navigation

Android P verbessert Indoor-Mapping. (Bild: Google)

Zu den weiteren Neuerungen von Android P gehört außerdem eine bessere Unterstützung für die Innenraum-Navigation beziehungsweise der besseren Positionsbestimmung innerhalb von Räumen. Hierfür unterstützt Android P das Wifi-Protokoll IEEE 802.11mc, das auch als Wifi-Round-Trip-Time (RTT) bekannt ist.

Mit dieser Technologie könne Nutzer den Standort von Access-Points genauer bestimmen und darauf basierend exaktere Positionen bestimmen. Erforderlich ist jedoch hierfür die entsprechende Hardware-Ausstattung im Smartphone und bei den Access-Points.

Android P: Unterstützung für Dual-Kameras an Bord

Android P unterstützt den Zugriff auf mehrere Kameras gleichzeitig. Mit der neuen Schnittstelle ist es Google zufolge möglich, dass nicht nur Dual-Kameras genutzt werden können. Es sind auch Kreationen möglich, bei der die Front- und Hauptkamera gleichzeitig genutzt werden können. Zahlreiche Smartphones bieten ähnliche Features schon jetzt, mit Android P ziehen diese Funktionen jedoch nativ ins Betriebssystem ein.

Zudem wird in der neuen Android-Version die mit Android 8.1 Oreo veröffentlichte Neural-Network-API weiter ausgebaut. Ferner bringt Android P einen HDR-Support für Videos im VP9-Format und das Fotoformat HEIF (heic). Außerdem erhält das OS die Ende Februar kolportierten Einschränkungen, mit denen im Hintergrund laufende Apps keinen Zugriff auf Mikrofon und Kamera mehr erhalten.

Googles Android P bringt eine Vielzahl weiterer Neuerungen, die in einem umfangreichen Blogpost im Android-Entwickler-Blog zusammentragen wurden. Darin werden zusätzliche Funktionen wie etwa Verbesserungen der Autofill-API, eine neue API für Bezahlungen per NFC (OMAPI API) und vieles mehr erklärt.

Android P DP1 steht ab sofort für die Pixel-Familie zum Download bereit

Laut Google können Besitzer eines Pixel, Pixel XL, Pixel 2 und Pixel 2 XL die erste Entwicklervorschau installieren. Das Nexus 6P, 5X und das Pixel-C-Tablet erhalten keine Updates mehr – der garantierte Update-Zeitraum von zwei Jahren ist im Oktober 2017 abgelaufen. Bis November 2018 erhalten sie weiterhin monatliche Sicherheitspatches.

Wie in den Vorjahren müssen Wagemutige das Update manuell einspielen. Erst mit der nächsten Beta-Version und der Anmeldung im Beta-Programm erfolgt das Update over-the-air. Wie üblich sei darauf hingewiesen, dass die Developer Preview 1 sich in erster Linie an App-Entwickler richtet und nicht für den alltäglichen Gebrauch gedacht ist.

Google zufolge sind insgesamt fünf Developer Previews vorgesehen, von denen die zweite zur Google I/O 2018 Anfang Mai erwartet wird. Mit dem nächsten Updates dürfte Google gegebenenfalls weitere neue Funktionen einbauen.

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