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Android-Sicherheit: Wie Google Malware wie Hummingbad und Gooligan erkennt

Google Pixel XL mit Android 7.1 Nougat. (Foto: t3n)

Es kursieren immer wieder Meldungen über potenziell gefährliche Malware auf Android. Google klärt jetzt auf, dass bekannte Bedrohungen wie Hummingbad, Ghost Push und Gooligan kaum eine Chance haben.

Verify Apps: Wie Google Malware auf Android jagt

Android wird nicht selten als eine Gooligan erkennt und gegen sie vorgeht.

Eines der Tools ist auf jedem Android-Gerät mit Google-Play-Store-Zugang an Bord: es heißt Verify-Apps, auf Deutsch „Apps überprüfen“. Das Tool testet, ob potenziell gefährliche Apps (Potentially Harmful Apps (PHAs)) auf Smartphones installiert sind. Wird eine PHA entdeckt, macht Verify Apps den Nutzer darauf aufmerksam und weist ihn darauf hin, sie zu deinstallieren. Die gefährlichen Apps werden in Google Play blockiert.

Trotz Verify Apps: Googles Nexus- und Pixel-Geräte gehören zu den sichersten Android-Geräten. (Foto: t3n)

Laut Google können auch Apps untersucht werden, die nicht über den App-Store installiert wurden. Alle für die Analyse gesammelten Informationen werden anonymisiert an Google übermittelt. Diese können Protokolldaten, zur App gehörige URLs, sowie die Geräte-ID, die Android-Version und die IP-Adresse umfassen, so Google

Android-Sicherheit: Was, wenn Verify Apps nicht mehr funkt?

Gelegentlich kommt es aber vor, dass Geräte nicht mehr mit Verify Apps kommunizieren. Das kann einerseits bedeuten, dass der Nutzer das Gerät gewechselt hat, oder etwas anderes im Hintergrund geschieht. Falls letzteres der Fall ist, liegt nahe, dass ihr eine schädliche App installiert habt, die die Kommunikation mit Googles Datenbank unterbindet, um nicht als PHA erkannt zu werden. Google definiert in diesem Zustand befindliche Geräte als „Tot oder Unsicher“ – auf Englisch „Dead or Insecure“ (DOI).

Der Unterschied zwischen einem regulären und einem DOI-App-Download auf dem gleichen Android-Gerät. (Grafik: Google)

Mithilfe statistischer Daten werden Apps aus dem Play Store analysiert. Wird eine App verhältnismäßig oft von DIO-Geräten installiert, wird sie als DOI-App definiert. Mithilfe dieser Metrik und weiteren Sicherheits-Systemen kann Google PHA identifizieren und sie gegebenenfalls im Play Store blockieren. Wenn schwerwiegende Sicherheitslücken entdeckt werden, liefert Google darüber hinaus Sicherheitspatches, die von den jeweiligen Geräteherstellern verteilt werden müssen. Ob Hersteller diese ausliefern, ist leider ihnen überlassen.

Laut Ruthven ist die Vorgehensweise durchaus erfolgreich: Mithilfe des DOI-Scorings konnten mehr als 25.000 Apps der drei Malware-Kategorien – Ghost Push, Gooligan und Hummingbad – identifiziert und blockiert werden. Ihren Aussagen zufolge könne die Malware die Android-Experience dermaßen beeinflussen, dass Nutzer ihr Gerät zurücksetzen müssen oder es einfach nicht mehr benutzen. Die Anzahl der betroffenen Nutzer sei zudem nicht zu vernachlässigen.

Auch wenn das Verfahren laut Google schon einen recht hohen Sicherheitsgrad zu liefern scheint – ohne regelmäßige Updates können existierende Sicherheitslücken in Android nicht gepatcht werden. Hier muss Google die Hersteller stärker in die Pflicht nehmen. Selbst Android-Chef Lockheimer hält die Update-Situation für „äußerst frustrierend“.

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