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Android-Standortdaten: Google soll australische Verbraucher getäuscht haben

Google Australien soll Verbraucher getäuscht haben. (Foto: Shutterstock)

Die australische Verbraucherschutzbehörde reicht Klage gegen die örtliche Google-Einheit ein. Die Behörde behauptet, Google habe falsche Angaben hinsichtlich des Abschalten des Standort-Trackings auf Android-Geräten gemacht haben.

Die australische Wettbewerbs- und Verbraucherschutz-Kommission (ACCC) hat das Bundesgericht angerufen und den Vorwurf erhoben, Google habe sich durch falsche Angaben zum Abschalten des Geo-Trackings auf Android-Smartphones der australischen Nutzer deren Standortdaten erschlichen.

Hat Google australische Nutzer über die Möglichkeit, das Geotracking am Smartphone abzuschalten, belogen?

Wie Reuters berichtet, soll das Unternehmen unvollständige und teils falsche Informationen gegeben haben. So seien die Verbraucher nicht in der Lage gewesen, qualifizierte Entscheidungen zu treffen und ihren Willen, nicht getreckt zu werden, umgesetzt zu sehen.

Konkret wirft die Verbraucherschutzbehörde der australischen Google-Dependance vor, den Nutzern verschwiegen zu haben, dass es unter Android durchaus möglich sei, über das Abschalten des Standort-Verlaufs und der Web- und App-Aktivitäten das Geo-Tracking zu vermeiden. Stattdessen soll Google behauptet haben, dass der einzige Weg, keine Standort-Daten zu übermitteln, darin bestünde, weder die Google-Suche, noch Google Maps zu verwenden.

Wir hatten bereits im August 2018 über die Problematik berichtet und unsere Leser und Leserinnen darauf hingewiesen, dass neben dem Abschalten des Standort-Verlaufs stets auch das Abschalten der Web- und App-Aktivitäten erforderlich ist. Dabei waren wir jedoch nicht zu dem Schluss gekommen, dass Google hier falsche oder unvollständige Informationen liefert.

Verbraucherschutzbehörde will offenbar ein Exempel statuieren

Die ACCC erwartet nach eigenen Angaben die Verhängung einer „signifikanten“ Strafe, sowie der Verpflichtung, die getäuschten Nutzer aktiv zu informieren. Das Ziel bestünde darin, die Praxis der Datensammlung insgesamt zu ändern. Google will sich gegen die Klage zur Wehr setzen und befindet sich momentan noch in der Klärungsphase.

Für die ACCC ist die Klage gegen Google nur Teil einer größer angelegten Kampagne gegen amerikanische Internet-Konzerne. Neben Google steht auch Facebook auf der Liste des ACCC. Die Behörde will die Privatsphäre der australischen Nutzer stärker geschützt sehen und hat dazu bereits den Gesetzgeber zum Erlass strengerer Gesetze aufgerufen.

Passend dazu: Trotz deaktiviertem Standortverlauf sammelt Google eure Daten – so könnt ihr das verhindern

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