Du hast deinen AdBlocker an?

Es wäre ein Traum, wenn du ihn für t3n.de deaktivierst. Wir zeigen dir gerne, wie das geht. Und natürlich erklären wir dir auch, warum uns das so wichtig ist. Digitales High-five, deine t3n-Redaktion

Gadgets & Lifestyle

Android-Tablets: Ab 39,99 Euro geht es los

Seit dem Ausverkauf des TouchPad von Hewlett Packard im Sommer dieses Jahres ist klar: Kunden wollen ein Tablet haben, aber nicht zu den hohen Preisen der Marken-Hersteller. Wenn man sich ein wenig auf Amazon und eBay umsieht, findet man tatsächlich Android-Tablets, die preislich sogar noch unter den 99 Euro des HP TouchPads liegen. So gibt es bereits Tablet-Modelle zu einem Spottpreis von 40 Euro. 

Android-Tablets bereits ab 40 Euro!

Eines der billigsten Tablets, die man derzeit kaufen kann, ist ein 7-Zoll-Modell von Elonex. Für nur 39,99 Euro plus Porto ist es zu haben. Das Elonex 702ET verfügt über 4GB Speicher sowie einen 800MHz Cortex-Prozessor, zur Verbindung mit dem Internet hat es ein WiFi-Modul verbaut. Der 7 Zoll große Screen löst lediglich mit 800 x 480 Pixeln auf - das ist extrem wenig und dürfte die User-Experience recht gering halten. Als Betriebssystem kommt bei dem 390 Gramm leichten Tablet zudem nur Android 2.2 Froyo zum Einsatz - also eine relativ alte Version, die für Smartphones entwickelt wurde. Dass der Hersteller ein Software-Update für das Tablet anbietet, wage ich zu bezweifeln.

Billig-Tablet von Elonex - geringe Display-Auflösung und Android 2.2 (Bild: Elonex)

Ein weiteres Modell zu einem recht günstigen Preis kommt von Pandigital. Von diesem Herteller habe ich um ehrlich zu sein noch nie etwas gehört. Glaubt man allerdings den Bewertungen auf Amazon zum 7 Zoll Modell “Pandigital Novel 7“ so scheint das Tablet für einen Preis von knapp 90 Dollar (in Deutschland 90 Euro)  gar nicht so verkehrt zu sein. Ganze 140 von von 235 Kunden haben dem Modell 4 oder 5 Sterne verliehen, was für ein Tablet zu diesem Preis schon eine Leistung ist. Zu den technischen Daten lässt sich wenig sagen. Sein Display misst 7 Zoll und löst mit 600 x 800 Pixeln auf und das Tablet verfügt über 1GB internen Speicher, der sich per microSD-Karte erweitern lässt. Es gibt weder konkrete Informationen zur verwendeten Android-Version, noch zum Prozessor. Irgendetwas muss der Hersteller aber wohl richtig gemacht haben.

Ein billiges Android-Tablet mit vielen positiven Bewertungen (Bild: Amazon)

Aktuelle Android-Tablets ab 300 Euro aufwärts

Dass solche Tablets mit höherwertigen Modellen nicht zwingend mithalten können, steht außer Frage. Diese Geräte werden weder ein hochwertiges Display verbaut haben, noch einen Prozessor, mit dem es möglich ist Spiele zu spielen  - Tetris ist vielleicht machbar. Aktuelle angesagte Android-Tablets sind diesen Billig-Modellen technisch betrachtet um Längen voraus. Preislich liegen sie zwar in etwas anderen Regionen, doch man bekommt mittlerweile interessante Tablets ab ca. 300 Euro.

Acer Iconia A100

Für etwa 300 Euro erhält man ein 7 Zoll Tablet von Acer. Das Iconia A100 ist zwar nicht eines der schönsten Modelle auf dem Markt, dafür ist die Ausstattung vergleichsweise gut, erste Reviews bewerten es auch durchaus positiv. Sein Display löst mit 1024 x 600 Pixeln auf - wir erinnern uns: die Billig-Tablets bieten maximal 800 x 600 Pixel. Als Prozessor kommt ein Tegra 2 Dual Core-Chip von Nvidia zum Einsatz, der eine sehr ordentliche Performance liefert. Ein für mich relevantes Kaufargument ist der Faktor der Zukunftssicherheit durch den Hersteller. Diesbezüglich hat Acer sich in den letzten Monaten einen guten Ruf erarbeitet. Aktuelle Modelle laufen auf Android-Version 3.2 - Android 4.0 ist ebenfalls bereits versprochen.

Das Acer Iconia A100 gehört zu den mittelpreisigen Android-Tablets (Bild: Acer)

Medion Life Tab P9514

Auch Medion, der „Haus- und Hoflieferant“ von Aldi ist den Tablet-Markt eingestiegen. Seit heute ist das erste relativ günstige LifeTab P9514 für einen Peis von 399 Euro deutschlandweit erhältlich. In dem 10-Zoll-Modell hat Medion einen 1GHz Dual Core Tegra 2-Chip von NVIDIA verbaut, sowie 1GB RAM, 32GB Speicher und ein 3G Modul. Darüber hinaus liegt in der Verpackung des LifeTab eine Menge Zubehör bei, wie eine Tasche, HDMI und USB-Kabel. Das Life Tab läuft auf Googles Android 3.2 Honeycomb, ein Update auf die im Oktober vorgestellte Version 4.0 Ice Cream Sandwich wurde zugesagt. Ob das Life Tab gut ist, lässt sich zurzeit schwer beantworten, da es erst seit heute erhältlich ist. Diese Frage wird allerdings innerhalb der nächsten Tage beantwortet. Das Preis-/Leistungsverhältnis ist auf jeden Fall interessant.

Android-Tablet: Das Medion Life Tab ist ab sofort bei ALDI erhältlich (Bild: Medion)

Asus Eee Pad Transformer

Als weitere interessante Option kann das Asus Eee Pad Transformer betrachtet werden. Für einen augenblicklichen Preis von 399 Euro erhält man ein sehr gutes 10.1 Zoll-Tablet, das über einen 1GHz Nvidia Tegra II-Dual Core-Prozessor und 1GB RAM verfügt. Das verbaute 10,1 Zoll große IPS-Display bietet eine Auflösung von 1280 x 800 Pixeln erweist sich als äußerst blickwinkelstabil. Als Zubehör gibt es für das Transformer eine Dockingstation, die das Tablet in ein Netbook verwandelt. Asus gehört zu den Tablet-Herstellern,die sich wie auch Acer einen guten Ruf erarbeitet haben. Denn die Tablet-Modelle wurden in den letzten Monaten immer sehr zuverlässig mit Software-Updates versorgt. Android 4.0 ist auch schon versprochen.

Nicht ganz billig, dafür eine gute Wahl für ein Android-Tablet (Bild Asus)

Billig und lahm mit veralteter Technik oder relativ teuer und performant - hier muss man sich offenbar entscheiden. Es gibt nicht viele Produkte, die einen Spagat schaffen und sowohl kostengünstig als auch performant sind. Eines der Tablets, das dies ansatzweise zu schaffen versucht, ist das Kindle Fire.

Für 200 US-Dollar erhält man ein Tablet mit einem 7 Zoll-Display welches mit 1024 x 600 Pixeln auflöst. Des weiteren hat es einen 1GHz TI OMAP4 Dual Core-Prozessor, sowie 8GB Speicher. Das Betriebssystem ist eine Amazon-Eigenentwicklung, basiert allerdings auf Googles Android. Als Quelle für Inhalte dient Amazons Ökosystem, sodass man Apps aus dem eigenen App Store, MP3-Music-, E-Book- und Movie-Store (zum Teil nur in den USA verfügbar) beziehen muss. Zurzeit ist das Kindle Fire noch nicht in Deutschland erhältlich. Es wird allerdings vermutet, dass es auch bei Zeiten über den Atlantik kommt.

Das Amazon Kindle Fire ist zwar kein iPad-Killer, soll es aber auch nicht sein (Bildquelle: The Verge)

Ich muss gestehen, so verlockend Angebote von Tables für 40 Euro sind, so sicher bin ich mir, dass ich mit so einem Gerät nicht glücklich würde. Ich halte mch hier lieber an den schönen und zumeist passenden Spruch: „Kaufste billig, kaufste zweimal“ und spare lieber etwas länger, um mir ein höherwertiges Gerät zu gönnen.

Wie sieht es bei euch aus? Investiert ihr lieber mehr in Technik oder reizen euch auch solche Billig-Geräte?

1 von 20

 Weiterführende Links:

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

5 Reaktionen
Christian

Die 40 Euro würde ich mir auch lieber sparen. Die Bedienung und Performance sind bestimmt der Horror.

Antworten
Quisel

^^^ Alles eine Frage des Preises, der durchaus nicht unerheblich sein wird.

Antworten
DWf3

@Andy - ich nutze ein samsung tablet 10.1 und muss dir leider widersprechen, schon alleine die adobe touch-apps (proto, ps touch, kuler etc.) sind der oberhammer und für mich mittlerweile unverzichtbar geworden, in kombination mit google einfach nur ohoooooo!!!!

Antworten
Andy

Die Frage ist ja nicht, wie viel/wenig das Tablet als solches kostet, sondern was ich hinterher damit machen kann bzw. will. Bislang seh ich son Gerät eher als Sofa-Computer, auf dem man z.B. Filme guckt, spielt oder lernt/nachschlägt (Dinge, wo allenfalls sporadische Tastatureingaben fällig sind. Für Emails werden die meisten wohl nen traditionellen PC nehmen). Ich glaub, dass gute (!) Inhalte daher ganz wichtig ist, und den gibts nach meinem rudimentären Überblick am ehesten bei Amazon oder Apple.

Antworten
Florian Ott

Klasse Zusammenstellung! Quasi zeitgleich haben wir einen sehr ähnlichen Artikel zu aktuellen Android-Devices auf Basis der Marktanalyse eines Forschungsprojekts auf unserer Plattform zur soziotechnischen Integration http://www.soziotech.org veröffentlicht.

Vielleicht ja für den ein oder anderen eine sinnvolle Ergänzung zum Artikel oben, da a) weitere Geräte enthalten sind und b) ein Vergleich mit einem repräsentativen Windows Tablet sowie dem aktuellen iPad erfolgt: http://a.soziotech.org/rBF4eG.

Antworten

Schreibe einen Kommentar zu Florian Ott Abbrechen

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.