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Android Things: Google verpasst seiner IoT-Plattform neuen Fokus

Android Things. (Bild: Google)

Googles leichtgewichtiges Betriebssystem für das Internet der Dinge (IoT) Android Things ist seit Mai 2018 fertig. Jetzt verpasst Google seinem OS einen neuen Fokus.

Ursprünglich war der Einsatz von Android Things für ein breites Spektrum an vernetzten Produkten gedacht. Im Februar kündigte Google an, seine IoT-Plattform in erster Linie nur noch für smarte Lautsprecher und Displays verwenden zu wollen.

Android Things: Google ändert mal wieder die Strategie

Googles Android Things wurde als Entwickler-Vorschau im Dezember 2016 angekündigt und als finale Version 1.0 im Mai 2018 freigegeben. Die Plattform sollte für verschiedene System-on-Modules (SoM) wie NXP i.MX8M, Qualcomm SDA212, Qualcomm SDA624 und Mediatek MT8516 zertifiziert und einsatzfähig sein und Updates direkt von Google erhalten. Vereinfacht erklärt: Hersteller konnten Produkte auf Basis besagter Boards mit garantiertem Support von Google entwickeln. Das ist nun Geschichte.

Wie Google auf dem hauseigenen Entwickler-Blog ankündigt, habe das Unternehmen im letzten Jahr eng mit Partnern zusammengearbeitet und Geräte auf Basis von Android Things mit integriertem Google Assistant entwickelt. Aufgrund des damit erzielten Erfolgs habe sich das Unternehmen dazu entschlossen, das IoT-OS nur noch als Plattform für OEM-Partner einzusetzen, um Smartspeaker und -displays zu entwickeln.

Android Things bislang nur in Produkten von Hardware-Partnern

Lenovo Smart-Display. (Foto: Lenovo)

Das Lenovo Smart-Display basiert auf Android Things … (Foto: Lenovo)

Google betont indes, dass Bastler Android Things nach wie als Plattform zum Experimentieren und Entwickeln von IoT-Geräten einsetzen könnten. Das Android-Things-SDK könne weiterhin auf Hardware wie dem NXP i.MX7D und dem Raspberry Pi 3B getestet werden. Ferner wolle Google Systemimages für entsprechende Boards über die Android-Things-Konsole anbieten. Entwickler könnten überdies neue Builds erstellen und App-Updates für bis zu 100 Geräte für den nicht-kommerziellen Einsatz anbieten.

Google Home Hub. (Bild: Google)

… Googles eigene Lösung Home Hub nicht. (Bild: Google)

Warum Google den Fokus von Android Things derart stark eingrenzt, erläutert das Unternehmen nicht konkret. Allerdings hat sich das Unternehmen schon eine Weile mehr auf die Verbreitung des Google Assistant als auf Android Things konzentriert, um Geräte miteinander zu verbinden. Selbst das eigene Smartdisplay Google Home Hub, das im Oktober 2018 vorgestellt wurde, basiert nicht auf der IoT-Plattform, sondern auf dem Cast-Protokoll.

Google Assistant Connect auf einem E-Ink-Display. (Foto: 9to5google)

Google Assistant Connect auf einem E-Ink-Display. (Foto: 9to5google)

Als weitere schlanke Lösung, den Google Assistant in alle erdenkliche Gerätegattungen von E-Ink-Display bis zur Spülmaschine zu integrieren, hatte Google im Januar 2019 Google Assistant Connect angekündigt. Dabei handelt es sich nicht um ein neues Betriebssystem, sondern um einen Dienst, der mit Amazons Alexa Voice Services verglichen werden kann. Konkrete Details zu der neuen Lösung will Google erst in den nächsten Monaten veröffentlichen.

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