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Achtung: Ein angeblicher Trojaner erpresst dich mit deinem eigenen Passwort

Erpressung per E-Mail. (Foto: Shutterstock)

Derzeit macht eine neue Betrugsmasche im Internet die Runde. Die Kriminellen behaupten, sie hätten einen Trojaner auf dem Rechner des Opfers installiert und nutzen als Beweis gestohlene Passwörter.

Mit einem neuen Trick wird eine alte E-Mail-Betrugsmasche deutlich glaubwürdiger: Kriminelle verschicken derzeit E-Mails, in denen sie behaupten, sie hätten einen Trojaner auf dem PC des Opfers eingeschleust und ihn bei einer kompromittierenden Tätigkeit über die Webcam gefilmt. Der oder die Erpresser verlangen zwischen 1.400 und 1.900 US-Dollar in Bitcoin für die Löschung dieses Videos. Als Beweis für den angeblichen Trojaner wird ein echtes Passwort des Opfers im Klartext angehängt.

Allerdings gibt es gar keinen Trojaner und das Passwort stammt aus früheren Passwortdiebstählen. Immerhin: Die als Beweis für den angeblichen Trojaner verwendeten Passwörter sind ziemlich alt. In einigen Fällen sogar schon fast zehn Jahre. Da die Passwörter schon vor langer Zeit erbeutet wurden, dürften sie in aller Regel auch nicht mehr verwendet werden. Wenn doch, hätte der Empfänger vermutlich größere Probleme als eine automatisch versendete Erpresser-Mail.

Erpressermasche könnte zukünftig noch verbessert werden

Der Sicherheitsexperte Brian Krebs glaubt, dass diese Betrugsmasche in Zukunft um aktuellere Passwörter herum gestrickt werden könnte. Möglich wäre ein halbautomatisiertes System, das nach jedem größeren Passwortdiebstahl ein Erpresserschreiben nach obigem Muster an alle betroffenen Nutzer versendet. Außerdem könnten Kriminelle gezielt zu diesem Zweck Passwörter abfangen.

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