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Angst vor Spionage: US-Behörde lässt Drohnen-Flotte am Boden

Nach Huawei gerät unter anderem Drohnen-Bauer DJI ins Visier der US-Regierung. (Foto: DJI)

Über 800 Drohnen bleiben am Boden, weil deren Eigentümer, die US-amerikanische Liegenschaftsverwaltung, Angst vor chinesischer Spionage und Cyberattacken hat.

Die mehr als 800 Drohnen des Department of the Interior (DOI) dürfen nicht mehr starten. Das berichtet das Wall Street Journal. Das DOI ist verantwortlich für die Bundesliegenschaften der Vereinigten Staaten. Die Drohnen setzt die Behörde etwa ein, um Bauwerke zu inspizieren, Geländeveränderungen und bedrohte Arten zu überwachen, Waldbrände zu bekämpfen und Such- und Rettungsaktionen durchzuführen.

Innenminister zieht Drohnenflotte den Stecker

Da alle eingesetzten Drohnen entweder chinesische Produkte sind oder chinesische Bauteile enthalten, hat die Behörde die Verwendung der Flugobjekte nun mit sofortiger Wirkung gestoppt. Die entsprechende Weisung stammt direkt von US-Innenminister David Bernhardt, dem die Behörde untersteht.

Bernhardt will nun eine umfassende Sicherheitsüberprüfung der Drohnen durchführen und sie für die Dauer dieses Verfahrens nicht mehr aufsteigen lassen. Ausnahmen stellen dabei Notfalleinsätze dar, etwa Lösch-, Such- oder Rettungsoperationen sowie Katastropheneinsätze, bei denen andernfalls Leben oder Eigentum bedroht wäre, berichtet The Verge.

Angst vor Spionage oder Schachzug im Handelskonflikt?

Da die Drohnen über US-Eigentum eingesetzt werden und dabei Bild- und Videoaufnahmen der überflogenen Bereiche anfertigen, sieht der Innenminister eine Spionagegefahr gegeben. Er befürchtet, die Aufnahmen könnten in chinesische Hände gelangen und dort etwa zur Vorbereitung von Cyberattacken auf kritische Infrastruktur genutzt werden.

Von amerikanischen Medien wird die Maßnahme als weiterer Schritt in der Eskalation des Handelskonflikts zwischen den USA und der Volksrepublik China gewertet, in dessen Zuge mehr und mehr chinesische Unternehmen in den Bannkreis der amerikanischen Regierung geraten.

Passend dazu: Eskalation im Handelskrieg der USA mit China: Strafzölle in Kraft

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