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Angst um Finanzstabilität: EU-Kommissar will Libra regulieren

Der designierte EU-Finanzkommissar will Kryptowährungen regulieren. (Foto: Alexandros Michailidis/ Shutterstock)

In der Politik kommen Facebooks Pläne zur Digitalwährung Libra nicht gut an. Auch die EU wird sie wohl regulieren. Das schreckt die Projektpartner ab.

Facebooks Digitalwährung Libra soll in der Europäischen Union reguliert werden. Der designierte EU-Finanzkommissar Valdis Dombrovskis kündigte an, entsprechende Regelungen vorzuschlagen, wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet. Es werde bereits daran gearbeitet, sagte er in einer Anhörung im Europaparlament am Dienstag.

Einfluss auf Finanzstabilität

Libra soll 2020 auf den Markt kommen und mit US-Dollar oder Euro zu kaufen sein können. Die Digitalwährung soll ähnlich wie der Bitcoin auf der Blockchain basieren, aber eine stabile Währung sein. Um die Verwaltung der Währung soll sich die sogenannte Libra Association kümmern – dafür hatte Facebook bereits hochrangige Partner präsentiert. Die sind angesichts des politischen Widerstands inzwischen kritisch geworden. Paypal hat sich etwa vorerst aus dem Projekt zurückgezogen. Auch Mastercard und Visa zweifeln inzwischen an ihrer Beteiligung.

Politiker aus Europa und den USA sehen Facebooks Pläne zur Digitalwährung Libra kritisch. Die Vorsitzende des Finanzausschusses im US-Repräsentantenhaus, Maxine Waters, hatte Facebook im Juni sogar aufgefordert, die Libra-Pläne auf Eis zu legen. Politiker in Deutschland und Frankreich äußerten sich nicht ganz so radikal, forderten aber dennoch eine Regulierung.

Libra könne die Finanzstabilität beeinflussen, sagte Dombrovskis in der Anhörung. Wie genau er die neue Digitalwährung regulieren will, ist noch unklar. Die Kommission habe von der Libra Association bereits weitere Informationen angefragt.

Das Europäische Parlament befragt derzeit die vorgeschlagenen Mitglieder der Kommission von Ursula von der Leyen. Valdis Dombrovski aus Lettland ist für den Posten des Finanzkommissars vorgesehen, den er auch in den letzten fünf Jahren bereits besetzt hatte. Zusätzlich war er Vize-Kommissionspräsident.

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