Du hast deinen AdBlocker an?

Es wäre ein Traum, wenn du ihn für t3n.de deaktivierst. Wir zeigen dir gerne, wie das geht. Und natürlich erklären wir dir auch, warum uns das so wichtig ist. Digitales High-five, deine t3n-Redaktion

News

Ein Jahr nach dem Launch: Ein Blick auf die Zahlen des App-Abos Setapp

(Bild: Setapp)

Ein Software-Abo statt vielen einzelnen: Das ist die Idee hinter Setapp. Jetzt gibt das Unternehmen erste Zahlen zu seiner Entwicklung bekannt. 

Ein Abo für jede App kann schnell unübersichtlich werden. Vor einem Jahr ist Setapp gestartet – und wollte das ändern. Der Abodienst vereint Mac-Apps gegen eine monatliche Gebühr. Gegenüber Techcrunch haben die Macher jetzt erste Zahlen verlauten lassen. Ein Blick darauf zeigt: Setapp kann durchaus einen Erfolg vorweisen.

Seit dem Start haben fast 300.000 Interessierte Setapp getestet. 15.000 davon sind inzwischen zahlende Kunden. Das ergibt hochgerechnet einen Jahresumsatz von rund 1,5 Millionen US-Dollar, von dem ein großer Teil aber an die App-Entwickler gehen dürfte. Weitere Zahlen zeigen, dass der Großteil der Setapp-Nutzer weniger als zehn Apps im Monat regelmäßig öffnet.

So funktioniert Setapp

Die Setapp-App ist ein eigener kleiner App-Store und empfiehlt Nutzern Programme. (Bild: Setapp)
Die Setapp-App ist ein eigener kleiner App-Store und empfiehlt Nutzern Programme. (Bild: Setapp)

9,99 Dollar plus Mehrwertsteuer kostet Setapp im monatlichen Abo. Leicht günstiger wird es im Jahresabo, noch günstiger ist das Bildungspaket. Nutzer des Abodienstes erhalten inzwischen 105 Apps, unter denen durchaus einige bekannte Namen sind. Neben Ulysses sind beispielsweise auch Istat Menus oder Taskpaper dabei, ebenso wie Clean My Mac – deren Macher Macpawn Setapp gegründet haben. Starten Nutzer mindestens einmal im Monat eine enthaltene App, erhalten die Entwickler einen Teil des monatlichen Nutzerbeitrags. App-Anbieter müssen lediglich ein Framework integrieren, das für Analysedaten für die Bezahlung sowie die Integration in das Setapp-Universum sorgt.

Setapp ist zu einem eigenen kleinen App-Store geworden. Mit 105 Programmen ist die Auswahl inzwischen durchaus stattlich – von Produktivitätstools wie Timern und To-do-Listen bis hin zu Backup- oder Dateimanagement-Programmen. Dabei soll es aber nicht bleiben. 300 sollen es laut den Machern in Zukunft werden. Das dürfte auch die beste Chance fürs Nutzerwachstum sein.

Im Finder gibt es einen eigenen Programme-Ordner für Setapp. (Bild: Setapp)
Im Finder gibt es einen eigenen Programme-Ordner für Setapp. (Bild: Setapp)

Aktuell kommt der Nutzen noch sehr stark auf den Use-Case des einzelnen an. Sind einige Apps enthalten, die selbst auf ein Abomodell setzen oder die man noch nicht gekauft hat, lohnt sich Setapp durchaus. Benötigt man nur eine oder zwei Apps, ist es dementsprechend nicht so. Je mehr Vielfalt an Apps Einzug in das Abo erhält, desto mehr Use-Cases dürften abgedeckt werden. Potenzial sehen die Macher auch in Modellen für Familien und Unternehmen, die in Zukunft dazu kommen werden.

CEO sieht Setapp als nicht vergleichbar mit Netflix oder Spotify

Die Macher von Setapp, Macpawn, stehen unter anderem auch hinter Clean My Mac. (Bild: Setapp)
Die Macher von Setapp, Macpawn, stehen unter anderem auch hinter Clean My Mac. (Bild: Setapp)

Ganz mit Netflix oder Spotify vergleichbar will Macpawn-CEO Oleksandr Kosovan aber nicht sein. Gegenüber Techcrunch sagt er, dass sich Apps nicht mit konsumierbaren Produkten vergleichen ließen. Auch eine App, die man im Monat nur zehn Minuten nutzt, könne einen genauso großen Wert haben wie eine, die täglich in Benutzung sei.

Die Kombination aus den vielen Faktoren könnte Setapp in den kommenden Jahren noch erfolgreicher werden lassen. Auf der Entwicklerseite ergibt sich ein neuer Vertriebskanal, die Integration soll einfach sein. Nutzer wiederum sind immer mehr von einzelnen App-Abos genervt, bekommen ein immer größeres Angebot und auch die Möglichkeit, die Apps mit der Familie zu teilen. Man könnte es Win-Win-Situation nennen.

Aber es bleibt abzuwarten, wie sich die im Umbruch befindlichen Geschäftsmodelle im Software-Markt verändern und wie viele Nutzer und Entwickler die Macher in den kommenden Monaten überzeugen können.

Die Zahlen von Setapp im Überblick. (Bild: Setapp)
Die Zahlen von Setapp im Überblick. (Bild: Setapp)

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Schreib den ersten Kommentar!

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar schreiben zu können.

Jetzt anmelden

Finde einen Job, den du liebst