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App-Store: Apple stellt Affiliate-Programm ein

Künftig zahlt Apple keine Provision mehr für die Vermittlung von Käufen im App-Store. (Foto: Bloomicon / Shutterstock)

Bisher zahlte Apple für vermittelte App-Käufe eine Provision an seine Partner aus. Das Affiliate-Programm für Apps wird jetzt aber eingestellt – und bedroht einige Geschäftsmodelle. 

Ab dem 1. Oktober wird Apple keine Provisionen mehr für vermittelte App- oder In-App-Käufe an Partner auszahlen. Sowohl macOS- als iOS-Apps fallen aus dem Affiliate-Programm. Das gab Apple in einer E-Mail bekannt. Grund dafür seien die neuen redaktionellen Bereiche der App-Stores.

Apps fliegen, Musik, Filme, Bücher und TV bleiben

Mit iOS 11 erhielt der neue redaktionelle Bereich Einzug in den mobilen App-Store, mit macOS Mojave kommt er im Herbst auch auf die Desktop-Plattform. Jeden Tag bekommen Nutzer dort in Artikeln Empfehlungen aus dem App-Store. Diese seien mit ein Grund für die Abschaffung der Provisionzahlungen. Musik, Filme, Bücher und TV verbleiben allerdings im Affiliate-Programm.

Schon im letzten Jahr wollte Apple die Provision für App-Käufe von sieben auf 2,5 Prozent kürzen, ruderte dann allerdings nach Kritik zurück, seitdem gibt es nur für In-App-Käufe die geringere Provision.

Die jetzige Abschaffung dürfte vor allem für Websites zum Problem werden, die sich auf App-Empfehlungen und -Reviews spezialisiert haben. Die Seite Toucharcade beispielsweise schreibt, dass aktuell unklar wäre, wie sie sich weiter finanzieren, ein Shift auf Nutzerfinanzierung über Patreon wäre denkbar.

App-Affiliate-Programm wurde für Missbrauch genutzt

Andererseits wurde mit dem Affiliate-Programm auch viel Missbrauch betrieben, wie Alex Olma auf seinem iPhoneblog schreibt. Egal, ob durch Werbeanzeigen mit Affiliate-Links, Listing-Websites ohne Mehrwert oder anderes zweifelhaftes Vorgehen. Auch App-Entwickler, die sich durch Affiliate-Links immerhin einen Teil der 30-Prozent-Provision an Apple bei App-Store-Käufen wieder reingeholt haben, gehen nun leer aus.

Höchstgrenzen oder eine differenzierte Partnerauswahl – es hätte andere Möglichkeiten als die Einstellung gegeben, schreibt Olma weiter. So leiden unter Apples Entscheidung jetzt viele unabhängige Blogs und es bleibt abzuwarten, was nach dem 1. Oktober passiert.

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