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App-Store-Sperre für Dash: Apple wirft Entwickler schweren Betrug vor

Apple App Store (Foto: ymgerman / Shutterstock.com)

Der App-Store-Streit zwischen Apple und dem Dash-Entwickler eskaliert. Der Versuch einer Einigung bleibt erfolglos. Was ist passiert?

Nach Jahren der Verwarnung: Darum flog Dash wirklich aus dem App-Store

Der Streit zwischen Apple und dem Entwickler der populären Dash-App geht in die letzte Runde. Nachdem der IT-Konzern die Anwendung aus dem App-Store entfernt und somit für Aufruhr in der Community gesorgt hat, kommt jetzt die öffentliche Erklärung: „Fast 1.000 betrügerische Bewertungen“ seien im Zusammenhang mit zwei Accounts und 25 Apps des Entwicklers entdeckt worden, ließ ein Apple-Sprecher jetzt wissen. Die Sperrung sei somit nicht, wie von Kritikern angenommen, „willkürlich“ passiert.

Apple erklärt, dass im Vorfeld eine Warnung ausgesprochen worden sei und man versucht habe, die Angelegenheit mit dem Entwickler zu klären, jedoch ohne Erfolg. Zu den Betrugsvorwürfen gehören auch Handlungen, die „anderen Entwicklern schaden sollten“. Laut Loop, dem Magazin, dem Apple die Erklärung gab, handele es sich dabei um positive Bewertungen eigener Apps sowie negative Bewertungen konkurrierender Anwendungen. Die erste Verwarnung sei bereits vor zwei Jahren erfolgt.

Entwickler räumt Fehler im App-Store-Streit ein

Auch der beschuldigte Dash-Entwickler Bogdan Popescu hat sich inzwischen geäußert und gab zu, dass er „vor drei bis vier Jahren“ für eine Familienangehörige einen Entwickler-Account angelegt und dahinter seine Kreditkarte hinterlegt habe. Apple erachtet die Accounts auch deshalb als verknüpft und entfernte beide Entwicklerzugänge. Für die Kalifornier sei das Problem spätestens da klar gewesen, nachdem der Konzern dahinter die besagten Bewertungen entdeckt hatte.

„Fast 1.000 betrügerische Bewertungen sind entdeckt worden.“

Apple bot Popescu am vergangenen Wochenende an, seinen eigenen Account wiederherzustellen. Wie aus einem Mitschnitt eines Telefonats mit Apples Developer-Relations-Team hervorgeht, sollte der Entwickler auf einem Blog-Beitrag den Vorfall selbst erklären. Der Dash-Erfinder gab an, dass er vorab einen Entwurf geschickt, jedoch keine Rückmeldung bekommen habe. Stattdessen sei Apple direkt mit der Stellungnahme an die Öffentlichkeit gegangen.

Der willkürlich erscheinende Rauswurf hatte für große Besorgnis unter Entwicklern gesorgt. Bei Ausschluss des Developer-Programms gäbe es schließlich keine Möglichkeit, neue Software im App-Store anzubieten. Durch die von Apple erteilte Sperre für den Entwickler-Account steht Dash auch für bestehende Nutzer nicht mehr zur Verfügung. Die iOS-Version von Dash kann Popescu nun nicht mehr anbieten, er hoffe aber darauf, dass ein anderer Entwickler sie unter seinem Account kostenlos bereitstelle.

Die Dash-Software war eine riesige Sammlung von „Wörterbüchern“, deren Inhalt sämtliche Funktionen aus Softwareschnittstellen und Programmiersprachen allgemein dokumentierte. Die Anwendung war durchsuchbar und galt unter  Entwicklern als prima Nachschlagewerk.

Dash im Überblick
(Screenshot: kapeli.com)

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Übrigens, Apple kündigte vor einigen Wochen eine große Aufräumaktion für den App-Store an: Apps, die nicht kompatibel mit der aktuellen iOS- und OS-X-Version sind, sollen rausfliegen. Lies auch: App-Store: Apple schmeißt jetzt alle Apps raus, die nicht up to date sind.

via www.heise.de

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3 Reaktionen
Wahre Gründe ?

http://appleinsider.com/articles/11/07/15/developer_frustrated_that_apple_grants_game_center_support_to_pirated_ios_apps

als ob Tim Cook nicht haargenau die Namen und Kredit-Karten-Nummern (ok, Apple-Store gibts auch als Prepaid) und natürlich Locations aller Käufer und aller jemals geklauten Apple-Geräte aufzählen könnte...

Da gibts also vielleicht andere Gründe denn APIs sind ja laut Oracle anscheinend patentiert und Transparenz ist der Feind der Miswirtschaft...

http://www.golem.de/news/oracle-vs-google-wie-man-geschworene-am-besten-verwirrt-1605-121076.html

Unschön ist natürlich, wenn Leute Fake-Rezensionen abgeben. Bei Amazon stören mich insbesondere die Rezensionen von vermeintlichen Deutsch-Lehrern oder Germanisten die sich damit vielleicht Geld verdienen müssen...

E.

Vielleicht hat auch die Konkurrenz die App »rauslobt«? Wir werden es nie erfahren...
Schade nun ist sie draußen, aber auf der Site des Entwicklers bekommt man Dash noch und es müssen keine 30% mehr an Apple abgegeben werden. Auch schön.

User

Aus eigener Erfahrung die ich vor einigen Monaten mit meiner Musikbibliothek erlebt habe, ist Apple zu meinem bedauern zu einem richtigen Saftladen verkommen. Und das ist noch äußerst nett ausgedrückt.

Ich tendiere hier daher zu Seiten des Entwicklers, denn:
- Ich weiß dass diese Verlinkung zwischen Entwicklerkonten und dessen Rückschlüsse alles andere als Fehlerfrei ist.
- Der Entwickler es mit Dash nicht nötig hatte, bessere Bewertungen zu bekommen und es zumindest bei Dash auch keine direkte Konkurrenz im AppStore gibt.
- Apple hier konkrete Zahlen und ein offizielles Statement an den Loop Blog gegeben hat. Das macht Apple normalerweise bei einem möglichen Rechtsstreit nicht so öffentlich.
- Apple den Entwickler ohne Vorlage von Beweisen an den Pranger gestellt hat. Auch das ist unüblich und kann Apple potenziell teuer werden.
- Die Zahlen irgendwie nicht passen. 2 Konten * mal 25 Apps = max. 50 Bewertungen pro App Version. Bei 3 Versionen pro App wären dies 150 Bewertungen. Mann kann ja nur eine Bewertung pro App Version abgeben und hätte er im "Darknet", Bewertungen eingekauft, wären diese nicht über sein Konto gelaufen.

Es mag sein, dass der Entwickler (wie auch viele Andere im App Store) seine Bewertungen teilweise erschummelt hat. Da müsste Apple aber eindeutig nachweisen, dass er diese Bewertungen in Auftrag gegeben hat.

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