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FBI-Papiere verraten neue Details zu geheimen Autoprojekt von Apple

Apple. (Foto: zomby / Shutterstock)

Dass Apple an Technik für selbstfahrende Autos arbeitet, ist bekannt. Genauere Details hält der iPhone-Konzern jedoch geheim. Dokumente aus einer FBI-Untersuchung gegen einen Ex-Mitarbeiter deuten nun die massiven Dimensionen des Projekts an. Der Artikel ist Teil unserer Themenwoche „Zukunft der Mobilität“.

Bislang hieß es, dass bei Apple etwa 1.000 Mitarbeiter an der Entwicklung des Autoprojekts „Titan“ eingebunden seien. Ermittlungen des FBI gegen einen ehemaligen Apple-Mitarbeiter bringen neue Details über die Arbeit Apples an selbstfahrenden Autos ans Tageslicht. Unter anderen zeigen sie auf, dass weit mehr Menschen in das Projekt involviert sind, als angenommen.

Apple: 5.000 Mitarbeiter in Entwicklung selbstfahrender Autos involviert

Aus dem Dokument der US-Bundespolizei geht hervor, dass nicht nur 1.000, sondern um die 5.000 Apple-Mitarbeiter von insgesamt 135.000 Angestellten in das Auto-Projekt eingeweiht sind. Von diesen Mitarbeitern werden 2.700 als „Core Employees“ („Kernmitarbeiter“) bezeichnet.

Solche selbstfahrenden Autos mit Apple-Technik rollen derzeit durch Kalifornien. (Bild: Twitter/@idiggapple)
Solche selbstfahrenden Autos mit Apple-Technik rollen seit 2017 durch Kalifornien. (Bild: Twitter/@idiggapple)

„Kern-Mitarbeiter“ seien Personen, die an den Entwicklungen des Unternehmens im Bereich des autonomen Fahrens und weiterer damit verbundenen Technologien arbeiten oder damit zumindest vertraut seien, so CNBC. Diese 2.700 Mitarbeiter hätten Zugriff auf zwei Datenbanken, die vertrauliche Details über das Projekt enthalten. Aus den Unterlagen geht ferner hervor, dass Apple Custom-Chips für seine Selbstfahrplattform entwickeln könnte.

Ex-Apple-Mitarbeiter soll Daten im großen Stil gestohlen haben

Dem FBI zufolge teilte der Apple-Mitarbeiter Zhang Xiaolang dem Unternehmen bei der Rückkehr aus einer Elternzeit im April 2018 mit, dass er zum chinesischen Elektroauto-Entwickler Xiaopeng Motors wechseln wolle. Die Apple-Sicherheitsabteilung habe daraufhin festgestellt, dass Zhang zuvor im großen Stil technische Unterlagen von Apples Datenbank heruntergeladen habe – inklusive eines 25-seitigen Plans einer Leiterplatte für ein selbstfahrendes Auto. Diese habe er zum Teil auf das Notebook seiner Frau überspielt.

Xiaopeng Motors hat am Mittwoch bestritten, an der Industriespionage beteiligt gewesen zu sein. Der Ex-Apple-Mitarbeiter sei inzwischen entlassen worden. Zhang wurde den FBI-Unterlagen zufolge letzte Woche am Flughafen von San Jose in Kalifornien festgenommen, als er einen Last-Minute-Flug nach China antreten wollte. Im drohen zehn Jahre Haft und eine Geldbuße von 250.000 US-Dollar.

Über Apples Autoprojekt wird seit Jahren spekuliert. Anfangs soll der Konzern an einem eigenen autonomen und elektrischen Fahrzeug gearbeitet und sogar erste Prototypen fertiggestellt haben. Dann wurde der Fokus auf die Entwicklung einer Software-Platform für autonomes Fahren verlagert – das Projekt wurde auch von Tim Cook bestätigt.

VW-T6-Busse sollen mit Apple zu elektrischen und autonomen Fahrzeugen umgewandelt werden. (Foto: VW)

Seit April 2017 darf Apple selbstfahrende Autos in Kalifornien testen. Im Mail 2018 hat Apple VW ins Boot geholt. Der Volkswagen-Konzern soll für das Unternehmen T6-Busse umbauen und Mitarbeiter zwischen den beiden Apple-Campussen transportieren.

Mit dpa-Material.

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2 Reaktionen
Benutzer

- Auf das Notebook seiner Frau? Wie hat Apple davon erfahren? Klinken die sich irgendwo ein, weil die es können?

- War er maßgeblich an der Entwicklung beteiligt, dass Ihm damit evtl. gedroht wurde - falls er nicht für Apple arbeitet, für niemanden mehr arbeiten zu können? Evtl. alle Vorwürfe getäuscht?

- Warum wurde der Datenabfluss nicht vorher bemerkt, sondern erst nachdem er Kündigen wollte forciert? Grundsätzlich springen doch solche Prüfmethoden vorher schon automatisch an, sobald Methoden von der Regelmäßigkeit abweichen? Um z.B. Hacker oder Schadware im eigenen Netzwerk aufzudecken.

Sind halt Ungereimtheiten, die nicht geklärt sind.

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