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Apple-Chef Tim Cook: „Das Steuersystem ergibt keinen Sinn“

Apple-Chef Tim Cook. (Bild: Shutterstock / Laura Hutton)

Apple-Chef Tim Cook setzt sich für eine grundlegende Reform der internationalen Besteuerung von Unternehmen ein. „Das Steuersystem ergibt keinen Sinn“, sagte Cook im Interview mit der FAZ.

Apple-Chef Cook will internationale Steuerreform

Apple steht derzeit – wie auch Google und Amazon – wegen seiner Steuerpraktiken im Fadenkreuz der europäischen Politik. Während sich EU-Finanzminister derzeit dafür einsetzen, dass US-Internetriesen in der EU mehr Steuern zahlen, will Apple-Chef Tim Cook eine Reform der internationalen Besteuerung von Unternehmen. Im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) sagte Cook: „Wir haben schon – und seit langer Zeit in den Vereinigten Staaten – gesagt, dass unser Steuersystem keinen Sinn ergibt“.

Apple-Chef Tim Cook will eine internationale Steuerreform. (Bild: Apple)

Apple sei ohnehin schon jetzt „der größte Steuerzahler in der Welt“. Dennoch gehe es Cook nicht um Steuersenkungen, sondern vielmehr um eine umfassende Steuerreform. Anfang dieser Woche hatte Cook schon mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron über Steuerfragen diskutiert und wertete das Gespräch als positiv. Der US-Konzern wolle in der Diskussion konstruktiv sein, so Cook.

Apple hat angeblich 1,6 Millionen Arbeitsplätze in Europa geschaffen

Dem Apple-Chef zufolge sollte bei der Besteuerung des Unternehmens auch berücksichtigt werden, dass Apple in Europa – direkt und indirekt – 1,6 Millionen Arbeitsplätze geschaffen habe. In vielen Ländern würde Apple damit auf der Liste ganz oben stehen, meinte Cook gegenüber der FAZ.

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Hintergrund der Offensive Cooks ist offenbar die Entscheidung der EU-Kommission aus dem Sommer 2016, dass Apple 13 Milliarden Euro an Steuern und Zinsen zurückzahlen müsse. Die geringe Steuerlast am europäischen Hauptsitz in Irland stufte die EU als unzulässige Beihilfe ein. Apple soll etwa im Jahr 2014 nur 0,005 Prozent Steuern auf seine in der EU erzielten Gewinne gezahlt haben. Irland weigert sich, die Nachzahlung von Apple einzutreiben. Der Streit soll jetzt vor dem Europäischen Gerichtshof entschieden werden.

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3 Reaktionen
Phil

Ich finde es prinzipiell auch nicht gut dass Große Unternehmen solche Möglichkeiten haben.

Aber man sollte hier zwei Dinge auseinanderhalten! Auf der einen Seite ist es legal da die Steuersoartricks ja durch die Steuergesetzte erst möglich gemacht werden. Auf der anderen Seite kann man sich aber natürlich fragen ob es moralisch richtig ist!

Ersteres muss die Politik selber lösen!
Letzteres ist aber eine Frage des Anstandes ob ein Unternehmen dann nicht einfach Steuern zahlt und nicht erst nach Schlupflöchern sucht!

Thomas

Grundsätzlich ist es ja nicht verboten legal Steuern zu sparen. Warum es aber möglich ist, das gerade Unternehmen, die sehr viel Gewinn mit ihren Produkten machen, anteilig besonders wenig Steuern bezahlen müssen, das sollte man sich schon fragen dürfen.

MaZe

Dreckiger Lügen wie Cook können nur Politiker und Kapitalisten

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