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Apple: Erstes iPhone mit eigenem 5G-Modem 2023 erwartet

Apple bereitet weitere Schritte zur Unabhängigkeit von Chipentwickler Qualcomm vor: Ab 2023 könnte der Hersteller seine eigenen 5G-Modems in iPhones und iPads verbauen.

2 Min. Lesezeit
iPhone 13 Pro Max. (Foto: t3n)

Nach Prozessoren für iPhones, iPads, Watches und zuletzt den Macs wird Apple ab 2023 einen weiteren Schritt in Richtung Unabhängigkeit gehen. Laut dem Nachrichtenmagazin Nikkei Asia soll die Produktion von eigenen 5G-Modems 2023 bei TSMC beginnen.

Apple: Eigene 5G-Modems für iPhones ab 2023

Apples Chip-Chef Johny Srouji hatte im Dezember 2020 den Start der Arbeit an einem 5G-Mobilfunkmodem angekündigt, das künftig in iPhones und auch weiteren Produkten des Konzern zum Einsatz kommen soll. Einen Termin für die ersten Produkte mit dem neuen Mobilfunkchip nannte Srouji zum damaligen Zeitpunk nicht. Nun heißt es von Nikkei Asia, dass Apple in Partnerschaft mit Taiwan Semiconductor Manufacturing Co – kurz TSMC – die ersten 5G-Modems für zukünftige iPhones ab 2023 in Serie produzieren soll.

Apple plant angeblich, TSMCs Vier-Nanometer-Verfahren dafür zu verwenden, das bislang noch nicht für ein kommerzielles Produkt eingesetzt wurde. Dem Bericht zufolge werde das Modem zunächst im Fünf-Nanometer-Verfahren entwickelt und getestet, bevor es dann 2023 in die Massenproduktion in vier Nanometern übergehe.

Dass Apple in zwei Jahren sein erstes iPhone mit eigenem Modem anbieten könnte, berichtete der renommierte Analyst Ming-Chui Kuo schon im Mai 2021. Auch Qualcomm, der Modemkomponenten für die gesamte iPhone-13-Reihe liefert, geht davon aus, dass in zwei Jahren nur noch 20 Prozent der Bestellungen für iPhone-Modems auf den Konzern entfallen könnten.

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Weg von Qualcomm

Apple hatte in den vergangenen Jahren einen regen Wechsel bei seinen Modem-Zulieferern. Zunächst wählte der Hersteller Qualcomm aus, um anschließend zu Intel als Hersteller für seine iPhone-Funkchips zu wechseln. Der iPhone-Bauer war jedoch unzufrieden mit der Leistung der Modems, zudem kämpfte Intel mit der Entwicklung von 5G-Modems und gab schließlich auf. Zeitgleich beendeten Apple und Qualcomm ihren jahrelangen Patentstreit und der iPhone-Bauer verpflichtete sich vertraglich, bis 2025 5G-Modems vom US-Chipentwickler zu beziehen. Wenige Monate später kündigte Apple an, die Modem-Sparte von Intel übernehmen zu wollen, um eigene Funkchips zu entwickeln. Daran tüftelt Apple nun bekanntlich.

Für Apple dürfte der Wechsel zu eigenen Modems nicht nur mehr Kontrolle bei der Entwicklung und der Lieferketten, sondern weitere Umsatzgewinn bedeuten. Denn der Hersteller kann so Kosten an Bauteilen von Drittanbietern wie Qualcomm und anderen reduzieren. Positiv könnten die eigenen Modems sich auch auf die Energieeffizienz und längere Laufzeiten für iPhones und iPads auswirken. Zudem ist davon auszugehen, das die Modems künftig Bestandteil der hauseigenen Prozessoren der A- und vielleicht auch M-Serie werden. Vielleicht gibt es dann auch irgendwann Macbooks mit 5G-Funk.

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