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Apple will exklusive Podcasts produzieren lassen

t3n-Podcast. (Foto: t3n.de)

Apple soll die Produktion exklusiver Podcasts planen, um die Konkurrenz in Schach zu halten. Die Aktien des Rivalen Spotify gaben nach Bekanntwerden der Pläne deutlich nach.

Anfang Juni hatte Apple angekündigt, iTunes am Mac mit macOS Catalina durch Apple Music, Apple Podcasts und Apple TV zu ersetzen. Die Podcasts-App soll demnach künftig einen Katalog von 700.000 Sendungen umfassen, neue Kategorien bieten und Suchen nach Gastgeber, Gast oder Gesprächsthema ermöglichen. Jetzt soll Apple zudem das Angebot exklusiver Podcast-Inhalte planen – was wohl vor allem auf die Konkurrenz wie Spotify abzielt. Der Aktienkurs des Apple-Music-Rivalen rutschte am Mittwoch entsprechend ab.

Exklusive Podcasts: Apple sucht nach Inhalten

Wie Bloomberg unter Berufung auf Firmeninsider berichtet, soll Apple für die geplanten Inhalte schon seine Fühler ausgestreckt und etwa Medienunternehmen und deren Vertreter kontaktiert haben, um über den Erwerb von Exklusivrechten zu sprechen. Eine klare Strategie soll noch nicht existieren, schreibt die Wirtschaftsagentur. Ebenso wenig ist bekannt, auf welche Inhalte Apple konkret setzt. Das hängt sicher nicht zuletzt von den kommenden Verhandlungen mit den Inhalteanbietern ab.

Mit dem Ausbau des Podcasts-Geschäft trifft Apple aber einen Nerv. Mit seiner App hatte der Konzern den Sektor quasi revolutioniert. An einer Stelle können Nutzer dort auf Tausende Podcasts aus aller Welt zugreifen und sich über neue Folgen informieren lassen. Bloomberg zufolge ist die Podcasts-App von Apple immer noch für 50 bis 70 Prozent aller Zugriffe auf Podcasts verantwortlich. Die Zahl der Podcast-Hörer ist in den vergangenen Jahren kräftig gestiegen. In den USA hat sich der Anteil jener, die mindestens monatlich einen Podcast verfolgen, seit 2014 auf über 30 Prozent mehr als verdoppelt.

Wie bedeutend die Apple-Pläne für die Konkurrenz sein könnten, zeigt ein Blick auf die New Yorker Börse. Dort gab der Kurs der Spotify-Aktien am Dienstag um knapp drei Prozent nach. Dabei hatte sich das Papier in den vergangenen Monaten gut entwickelt. Seit Jahresbeginn verbuchte Spotify einen Zuwachs von 36 Prozent. Die Befürchtung ist, dass Apple mit den möglichen neuen Exklusiv-Angeboten weitere Kunden an sich bindet. Kunden, die dann vielleicht auch ein kostenpflichtiges Apple-Music-Abo abschließen würden. Spotify versucht ebenfalls, über das Angebot von Podcasts neue Hörer zu gewinnen.

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