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Warum Apple keinen Spaß bei Obst in Firmenlogos versteht

Apple-Chef-Tim Cook. (Foto: dpa)

Der Weltkonzern Apple fühlt sich in Markenrechtsangelegenheiten schnell bedroht. Ein Unternehmen mit Birnen-Logo bekam das jetzt zu spüren.

Markenrechtsstreit: Apple verklagt Unternehmen mit Birne im Logo

Markenrechtsstreit zu Logo-Patent #1: Pear Technologies vs. Apple. (Grafik: The Register)

Da kennt Apple keinen Spaß: Die Firma Pear Technology, die ihres Zeichens eine digitale Mapping-Software herstellt, hat 2014 die Markenrechte eines Firmenlogos mit einer Birne darin beantragt. Das hatte zur Folge, dass der IT-Konzern aus Cupertino die Antragsteller direkt verklagte. Apple ist der Meinung, dass deren Logo dem eigenen „zum Verwechseln ähnlich“ sei.

Dass das doch ein Äpfel-Birnen-Vergleich sein könnte, ließen die Apple-Anwälte nicht zu. Die auf Markenrecht spezialisierten Juristen meinten, dass die Logos rechtlich gesehen dieselben seien. Das liege an der „abstrakten Stilisierung“ und der „glatten, geschmeidigen, runden Shilouette der Früchte“. Der jahrelange Rechtsstreit, der ausbrach, frönt jetzt sein jähes Ende. Apple bekam Recht.

Das sogenannte Intellectual Property Office (EUIPO) – ein Patentamt, das europaweit entscheidet – stimmte der Apple-Klage zu und entschied gegen Pear Technologies. Auch das neue Logo des Birnen-Technologie-Konzerns, das fortan den Namen enthielt, konnte die Behörde nicht umstimmen. Dass mit Apple in Logo-Angelegenheiten nicht gut Kirschen essen ist, erfuhr 2011 auch ein Mutter-Kind-Café in Bonn.

Markenrechtsstreit zu Logo-Patent #2 : Apfelkind vs. Apple. (Grafik: Basic Thinking)

Auch gegen das Logo von Apfelkind ging der IT-Konzern vor, wegen angeblich „hochgradiger Verwechslungsgefahr“. Apple hatte damals Einspruch gegen die Eintragung des Café-Logos beim Deutschen Patent- und Markenamt in München eingelegt. Das Logo besteht aus einem Kindskopf in einem Apfel. Hier jedoch unterlag der iPhone-Hersteller. 2013 gingen die Café-Betreiber als Sieger aus dem Markenstreit.

Übrigens, auch dieser Beitrag könnte dich interessieren: Vergiss „Slide to unlock“ – diese Apple-Patente könnten die Zukunft sein

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7 Reaktionen
Ghoffmann1969

Mag ja sein, das Apple gute Produkte herstellt, aber ich mag diese Mentalität von Apple nicht, zu denken, sie alleine wären die Schöpfer alles Guten. Kein anderer soll also jetzt, warum auch immer, Äpfel in seinem Logo haben, und sei es in einer noch so abstrakten Form. Das entzieht sich absolut meiner Logik und ich werde mir keine Produkte von diesem Konzern kaufen.

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Karl

@Paul: Dann bist du wohl kein Freund IRGENDEINES Tech-Konzerns. (But, who cares? Mein Aktien-Depo freut sich.) Arme Socke! Der Großteil der genannten Kriterien trifft auf 100% aller Tech-Konzerne zu. Thema Monopolstellung: Schau dir MS an, die versuchen, mit einem schlechten OS nach dem anderen den Markt zu beherrschen, mit ständigen Zwangsupdates eher mehr Probleme und Lücken schaffen, als sie zu beheben etc. Übrigens: Kundenservice habe ich selten besser erlebt, als bei Apple. Geräte werden ohne Murren getauscht, der Telefonkontakt ist freundlich, es wird sogar jeder Kunde im Store persönlich begrüßt.
Und mal im Ernst: Wie doof muss man denn sein, so viel Groll gegen ein Unternehmen zu hegen und DENNOCH ein überteuertes Telefon mit veralteter Hardware zu kaufen?

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DeweyDefeatsTruman

Tja. Jetzt weiß ich zwar, dass Apple gerne irgendwelche Konzerne mit Obst im Logo verklagt. Allerdings fehlt die Information, warum sie das tun. Entweder sollte also die Überschrift geändert werden oder der Artikel zumindest ein Mindestmaß an Substanz bekommen.

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caro

Ein Grund MEHR diesen Konzern zu BOYKOTTIEREN!!!!

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Dan

Nicht immer nur sagen, auch machen.

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Karl

Da wird Apple aber weinen...
Kein Problem, ich gleiche den großen Verlust wieder aus und überzeuge viele Menschen von den tollen Produkten der Firma, die besser funktionieren, als der Android- und Windows-Sch... ;-)
Die Birne ist ja wohl auch eindeutig eine Anspielung auf das Apple-Logo. Richtig, dass das verboten wird!
Das Apfelkind-Logo ist da schon etwas Anderes. Aber dort wurde auch zugunsten der Café-Besitzerin entschieden.

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Paul

Unglaublich wie man einem Multimilliarden Dollar Konzern so beispringen kann. Selbst Fans der FC Bayern München AG kann ich nur minimal verstehen. Aber einen Tech-Konzern zu bewerben der dafür bekannt ist Arbeiter auszubeuten, Lieferanten extremst gängelt, in jedem Wirtschaftsbereich versucht eine Monopolstellung zu erreichen, veraltete Hardware zu unverschämten Preisen verkauft, einen Kunden- und Garantieservice so schlecht und unverschämt wie die Telekom hat, auf Sicherheitslücken so schnell reagiert wie eine alte Dampflok, mit fragwürdigen Patenten und Patentanträgen Startups ruiniert und Fortschritt verhindert, eine Zensurplattform mit dem Namen App Store geschaffen hat und natürlich zu guten Schluss wie alle Großkonzerne bei gigantischen Gewinnen so viele Steuern zahlt wie ein Minijobber. Zugegeben ich habe auch ein Apfel-Telefon in meiner Tasche. Aber dennoch müssen internationale Konzerne, die sich auch gerne über lokale Gesetzte stellen, vom Kunden kontrolliert und nicht vergöttert werden!

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