Analyse

Apple: Es gibt ein Leben nach „Peak iPhone“!

Apple-Chef Tim Cook. (Foto: dpa)

Die Zeit, in der weltweit jedes Jahr mehr Smartphones verkauf wurden, ist vorbei – auch für Apple. Doch der Konzern hat eine Strategie für die Zeit nach dem „Peak iPhone“ gefunden. Und die kommende große Plattform, die Apple erobern will, scheint auch festzustehen.

Das iPhone hat Apple zum wertvollsten Konzern der Welt gemacht – doch die Zeiten jährlich steigender Smartphones sind vorbei. Im insgesamt schrumpfenden Markt hat Apple im vierten Quartal die Smartphone-Krone zurückgewonnen. Viel relevanter aber als die nackten Verkaufszahlen: Apple schafft es sein ohnehin schon teures Luxus-Smartphone mit komfortabler Gewinnmarge zu immer höheren Preisen zu verkaufen und damit sogar den Gewinn trotz rückläufiger Umsätze stabil zu halten.

Apples Abhängigkeit vom iPhone sinkt

Apple hat damit einen Umgang mit den rückläufigen Smartphone-Verkaufszahlen gefunden, der die Börse erfreut – die Aktie ging am Mittwoch mit einem satten Plus von fast sechs Prozent aus dem Handel. Und tatsächlich spricht einiges dafür, dass hohe Preise und eine große Marge nicht die einzige Antwort Apples auf „Peak iPhone“ sind.

Denn die Abhängigkeit von dem Luxus-Smartphone sinkt, weil andere Bereiche beim Umsatz zulegen: Das Geschäft mit Dienstleistungen wie der iCloud, Apple Music und der Umsatzbeteiligung an App-Verkäufen wuchs im Vergleich zum Weihnachtsquartal 2017 um 19 Prozent auf 10,9 Milliarden US-Dollar.

Auch beim iPad – der Hochpreisstrategie des iPad Pro (Test) sei dank – sprang der Umsatz um 17 Prozent auf 6,7 Milliarden Dollar nach oben. Selbst der Umsatz der Mac-Verkäufe konnte wieder um acht Prozent auf 7,4 Milliarden Dollar zulegen. Hinzu kommen 7,3 Milliarden Dollar durch den Umsatz mit weiteren Geräten von den Airpod-Kopfhörern über den smarten Lautsprecher Homepod bis zur Apple Watch – ein Drittel mehr als im Vorjahr. Und das, obwohl das Geschäft in China schwächelt.

Das alles erscheint angesichts von 52 Milliarden Dollar Umsatz mit dem iPhone – 15 Prozent weniger als im Vorjahresquartal – noch immer vergleichsweise klein. Doch rechnet man die einzelnen Umsatzposten abseits des iPhones zusammen, wird deutlich, dass die Abhängigkeit Apples vom Vorzeigeprodukt deutlich gesunken ist. 2015 lag der Anteil des iPhones am Gesamtumsatz von Apple bei rund 70 Prozent, im vergangenen Weihnachtsquartal lag der Anteil nur noch bei rund 62 Prozent, Tendenz fallend.

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