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Apple, Google und Amazon sollen um Toshiba-Speichergeschäft buhlen

Toshiba. (Foto: Shutterstock)

Toshiba – zweitgrößter Flash-Speicherhersteller hinter Samsung – will sein Speichergeschäft abstoßen. Unter anderem sollen Apple, Google und Amazon Interesse zeigen.

Toshiba: 10 Interessenten am NAND-Speichergeschäft

Im Januar 2017 hat Toshiba angekündigt, sein Speicherspartengeschäft inklusive des SSD-Bereichs auszugliedern, um Verluste durch die Insolvenz der US-amerikanischen Westinghouse-Tochter abzufedern. Laut der japanischen Tageszeitung Nikkei heißt es, dass neben Investmentfonds auch der Festplattenhersteller Western Digital als möglicher Käufer im Gespräch seien. Mitte März folgte ein Bericht, demzufolge die Apple-Partner Hon Hai (Foxconn) und TSCM Interesse am Speichergeschäft des japanischen Technologieriesen zeigten.

Wie die südkoreanische Zeitung Korean Herald schreibt, soll mittlerweile Apple selbst in Verhandlungsgespräche eingestiegen sein. Zu weiteren Mitbietern gehören gemäß der Zeitung auch Google, Amazon sowie die US-Beteiligungsgesellschaft Silver Lake und der Chiphersteller Broadcom. Insgesamt buhlen dem Herald-Bericht zufolge zehn Unternehmen um die Speichersparte Toshibas. Silver Lake soll gemeinsam mit Broadcom Toshiba ein Angebot von 18 Milliarden US-Dollar unterbreitet haben.

Übernahme des Speichergeschäfts von Toshiba – Western Digital naheliegender Kandidat

Mit der Übernahme von Toshibas Speichersparte könnte Apple seinem Konkurrenten Samsung einen herben Schlag versetzen. Samsung fungiert neben Toshiba als Apples Hauptlieferant von Flash-Speichern. Wäre Apple im Besitz einer eigenen Speicherabteilung, würde Samsung bei Apple womöglich abgeschrieben sein. 2011 hatte Apple schon den israelischen Speicher-Experten Anobit übernommen. Für Apple dürften die anvisierten Kosten von 18 Milliarden US-Dollar kein tiefes Loch in die Kasse reißen - allein an Barmitteln verfügt Apple über mindestens 200 Milliarden US-Dollar.

Toshiba besitzt 20 Prozent des Flash-Speichermarktes. (Grafik: IHS; Nikkei)

Google und Amazon könnte mit einer eigenen Speichersparte ihre Datenserver mit angepassten Speicherbausteinen ausrüsten und wären unabhängig von Dritten. Insbesondere im schwelenden Krieg im Bereich der Cloud und künstlicher Intelligenz hätten die Unternehmen mit einer eigenen Speichersparte einen Vorteil.

Auch wenn Apple, Amazon und Google das nötige Kleingeld in ihrer Kriegskasse für eine solche milliardenschwere Übernahme besitzen, scheint einer der aussichtsreicheren Kandidaten Western Digital zu sein. Der Speicherspezialist besitzt enge Beziehungen zu Toshiba. Die beiden Unternehmen haben unter anderem die Fab 2 in Yokaichi zusammen gebaut, in der 256 Gigabit BiCS FLASH 3D-NAND-Speicher produziert werden sollen.

Welcher der zahlreichen Interessenten letztlich den Zuschlag erhalten wird, bleibt indes abzuwarten. Aufgrund von Sicherheitsbedenken seitens des japanischen Ministry of Economy, Trade and Industry dürfte einer der US-amerikanischen Bieter die Zusage erhalten – Hon Hai wäre damit aus dem Rennen. Die Verhandlungen sollen im April beginnen.

via 9to5mac.com

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