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Apple, HP, Dell und mehr: Über 50 Konzerne wollen Produktion aus China abziehen

Chinesische Flaggen. (Foto: Shutterstock)

Der Handelsstreit zwischen den USA und China sorgt offenbar dafür, dass immer mehr Unternehmen Teile ihrer Produktion aus China abziehen – darunter Apple, HP und Dell.

Seit über einem Jahr überziehen sich die USA und China gegenseitig mit Strafzöllen. Der Handelsstreit trifft vor allem die Exportnation China, belastet aber die Weltwirtschaft insgesamt. In den vergangenen Monaten pendelte die Stimmung zwischen nahender Entspannung und neuer Eskalation. Erst Anfang der Woche drohte US-Präsident Donald Trump China mit weiteren Zöllen. Jetzt ziehen immer mehr Unternehmen die Konsequenzen und verlagern Teile ihrer Produktion aus China in andere asiatische Länder.

Fabriken in China: 50 Konzerne fliehen vor Strafzöllen

Der japanischen Wirtschaftszeitung Nihon Keizai Shimbun (Nikkei) zufolge sollen über 50 internationale Konzerne, darunter Apple, HP, Dell oder Nintendo, entsprechende Pläne angekündigt haben oder einen solchen Schritt überlegen. Neben US-Unternehmen sollen auch japanische und taiwanische Firmen sowie sogar chinesische Unternehmen China verlassen wollen – zumindest zum Teil. Denn für den chinesischen Markt soll weiter in China produziert werden. Die Flucht ins Ausland betrifft vor allem Waren, die in die USA exportiert werden sollen.

Apple etwa hat seine großen Zulieferer aufgefordert, 15 bis 30 Prozent der iPhone-Produktion aus China abzuziehen. HP und Dell überlegen, 30 Prozent der Notebook-Produktion nach Südostasien auszulagern. Nintendo plant, einen Teil der Switch-Produktion nach Vietnam zu übersiedeln. Der chinesische Konzern TCL lagert seine TV-Herstellung ebenfalls nach Vietnam aus. Weitere Zielländer der China-Flucht großer Unternehmen sind Thailand, Taiwan, Südkorea und Mexiko.

Die drohende Abwanderung der internationalen und chinesischen Unternehmen hat jedenfalls schon die Führung des Landes auf den Plan gerufen. Denn damit verbunden wäre der Verlust Tausender Arbeitsplätze. Daher werden bleibewilligen Firmen laut Medienberichten Zugeständnisse gemacht. Tesla etwa soll das Grundstück in der Nähe von Shanghai, auf dem es seine Fabrik gebaut hat, günstiger bekommen haben. Zudem hat China angekündigt, dass es die Hürden für ausländische Investoren in einigen Bereichen senken will.

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Ein Kommentar
Thomas Schmidt

Das sind krasse Tendenzen, im Allgemeinen hoffe ich, dass es wieder mehr zur lokalen Produktion geht. Adidas hat ja in Deutschland auch wieder Fabriken eröffnet (IT gestützt).

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