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Alte iPhone-Modelle: Elf Millionen Geräte bekamen 2018 neuen Akku

(Foto: iFixit)

Apples iPhone-Akkutausch-Programm im vergangenen Jahr hatte offenbar einen größeren Einfluss auf den Absatz des Unternehmens, als man hätte annehmen können. Sage und schreibe elf Millionen Geräte hätten 2018 eine neue Batterie erhalten.

Anfang Januar hatte Apple eine herbe Niederlage eingestehen müssen: Das vergangene Weihnachtsgeschäft lief für Apple deutlich schlechter als erwartet, weshalb der iPhone-Konzern die Umsatzprognose für die vergangenen drei Monate auf 84 Milliarden US-Dollar senken musste. Tim Cook nannte als Grund für die Korrektur vor allem auf die schlechteren iPhone-Verkäufe in China. Der Apple-Chef führte am Rande als weitere Ursache auch das iPhone-Akku-Austauschprogramm an, das „einige Kunden“ nutzten. Informationen von Apple-Insider John Gruber zufolge war die Anzahl dieser Kunden überraschend hoch.

Apple iPhone: 11 Millionen Geräte bekamen 2018 einen neuen Akku zum günstigen Preis

John Gruber berichtet auf seinem Blog Daring Fireball, dass Tim Cook auf einer Mitarbeiterversammlung des Unternehmens am 3. Januar nähere Details zu den Umsatzeinbußen gegeben hätte. Zwar sind bislang kaum nähere Informationen zum „All Hands Meeting“ an die Öffentlichkeit gelangt, jedoch hat Gruber die Anzahl der während des Akkutausch-Programms erneuerten Batterien erfahren: Elf Millionen Geräte hätten im Laufe des vergangenen Jahres einen neuen Akku bekommen.

iPhone 7 im Teardown von iFixit. (Foto: iFixit)

iPhone 7 im Teardown von iFixit.(Foto: iFixit)

Cook erklärte während des Meetings, dass für gewöhnlich ein bis zwei Millionen iPhones pro Jahr einen neuen Akku erhalten würden. Mit dem Ansturm auf das Akkutausch-Programm scheint Apple nicht gerechnet zu haben.

Akkutauschprogramm von Apple: Alte Kunden glücklich mit alten iPhone-Modellen

Gruber wirft die Frage auf, weshalb Apple die Verluste durch das Akkutauschprogramm nicht schon in den Prognosen im November bei der Veröffentlichung der Zahlen für das dritte Quartal 2018 mit einbezog. Ein Grund dafür, so spekuliert er, dürfte sein, dass Apple den Effekt des Programms erst in vollem Umfang mit den Marktstart der neuen iPhone-Modelle Xs und Xr einschätzen konnte.

Zahlreiche Kunden dürften mit ihrem iPhone mit frischem Akku und dem im September veröffentlichten iOS 12 zufrieden sein. Schließlich hat Apple mit dem OS-Update dafür gesorgt, dass das System selbst auf alten Geräten möglichst flüssig läuft. Zudem hat Apple das Update für jedes iPhone bereitgestellt, das auch schon iOS 11 erhalten hatte. Zudem darf nicht außer Acht gelassen werden, dass Apple die Preise seiner iPhone-Generation nicht gerade niedrig angesetzt hat. Um dennoch möglichst viele neue Modelle zu verkaufen, bewirbt Apple sein Trade-in-Programm prominenter denn je.

t3n meint:

Hat Apple sich mit seiner Akkutauschaktion ein Eigentor geschossen? In puncto Absatzzahlen vielleicht, wobei schlecht ergründbar ist, wie viele der Akkutauscher sich letztlich ein neues iPhone gekauft hätten. Auf der anderen Seite hat Apple damit gegen wenig Geld älteren iPhones neues Leben eingehaucht, was sich womöglich langfristig sicherlich bezahlt macht. Denn zufriedene Kunden sind treue Kunden.

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